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Bis zu 25 % weniger CO2

F&E-Projekt zur Prozessoptimierung mit ersten Ergebnissen

| Redakteur: Dominik Stephan

Sankey-Diagramm der Wärmeintegrationsanalyse in der Chemischen Industrie.
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Sankey-Diagramm der Wärmeintegrationsanalyse in der Chemischen Industrie. (Bild Obs/IFU Hamburg)

Ressourceneffizienz-Analysen sollen der Chemie Einzug helfen, Kosten, Energie und Rohstoffe zu sparen. Das Hamburger Institut für Umweltinformatik geht davon aus, dass sich durch software-unterstützte Prozessoptimierung bis zu 25 Prozent der CO2-Emissionen einsparen ließen.

Hamburg – Mit einer durchdachten Ressourceneffizienz-Strategie, innovativen Produkten und Verfahren kann in der Chemischen Industrie der klimabelastende CO2 Ausstoß verringert werden. Gleichzeitig kommt ein geringerer Ressourceneinsatz der Umwelt sowie dem betriebswirtschaftlichen Ergebnis zugute. Im Rahmen der Hightech-Strategie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) hat sich das Hamburger Institut für Umweltinformatik (IFU Hamburg) am In-Reff-Projekt beteiligt. Hinter diesem Kürzel verbirgt sich der Titel "Integrierte Ressourceneffizienzanalyse zur Reduzierung der Klimabelastung von Produktionsstandorten in der Chemischen Industrie."

Insbesondere wenn es darum geht, die Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen und den CO2 Ausstoß zu verringern, sind findige Lösungen für Produktionsprozesse gefragt. 2012 wurden deutschlandweit von der Chemisch-Pharmazeutischen Industrie rund 46 Mio. Tonnen CO2 emittiert. Um diese Menge an Kohlendioxid natürlich zu recyceln, würde eine Waldfläche von 46 000 km2 benötigt. Das entspricht der gesamten Grundfläche von Hessen und Rheinland-Pfalz.

Kosten senken Material sparen

Im In-Reff-Projekt hat ein Konsortium aus Industriepartnern und Spitzenkräften des IFU, der Hochschule Pforzheim und der TU Braunschweig interdisziplinär zusammengearbeitet. In dreieinhalb Jahren wurden mehrere prototypische Komponenten bis zur Marktreife entwickelt. Diese Softwaretools unterstützen zukünftig Chemieunternehmen beim Durchführen von Ressourceneffizienz-Analysen und zeigen Wege zum Optimieren der Produktionsprozesse auf, um kostbare Ressourcen effizienter einsetzen zu können.

Neben dem Einsparpotenzial von Rohmaterialien, Energie, Hilfs- und Betriebsstoffen liegt der Fokus darauf, die Betriebskosten für die Unternehmen zu reduzieren. So rechnet sich das umweltschonende Engagement für die Unternehmen auch betriebswirtschaftlich.

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Mehr als nur Chemie...

Je nach Fragestellung sind die entwickelten Ressourceneffizienz-Analysen auch für andere Industrien einsetzbar. Jan Hedemann, Geschäftsführer des IFU Hamburg, erläutert: "Wichtig ist uns, dass innerhalb der Unternehmen der Blick für das Ineinandergreifen der unterschiedlichsten Prozesse geschärft wird. Über die visuellen Auswertungen unserer Analysen in sogenannten Sankey-Diagrammen erschließt sich der Umfang der betrachteten Stoffströme auf den ersten Blick. Das vereinfacht die Bewertung der Ergebnisse erheblich. Wenn man klar vor Augen hat, wo das größte Einsparpotenzial verborgen liegt, ist es leichter, die geeigneten Prozessoptimierungs-Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen."

Die Berechnungen ergaben, dass schon mit verhältnismäßig einfachen Maßnahmen bis zu 25 Prozent aller während der Produktion emittierten CO2 Emissionen eingespart werden können. Im Rahmen des Projektes haben drei Chemieunternehmen bereits erfolgreich erste ökologische und ökonomische Einsparmaßnahmen umgesetzt.

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