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Lebensmittelsicherheit

Fachforum Food Safety – So geht sichere Lebensmittelherstellung

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Chlordioxid-Desinfektion vermeidet Bromatbelastung

Ein Plädoyer für den Einsatz von Chlordioxid bei der Trinkwasseraufbereitung hielt Dr. Helmut Uhlmann von a.p.f. Aqua System. Seine Firma hält das Patent zur Herstellung einer transportablen lagerstabilen Chlordioxid-Lösung (Produktname: Clorious2), die von Brenntag vertrieben wird. Damit könnten pathogene Mikroorganismen im Betrieb sicher vermieden werden. „Bislang galt Chlordioxid als instabil und explosionsgefährlich, sodass es vor Ort hergestellt werden musste“, sagt Uhlmann, „doch mit unserem Verfahren eröffnen sich neue Anwendungsfelder.“ Auch zur CIP-Reinigung von Rohrleitungen sowie zur Bekämpfung von Biofilm und Schleim in Prozesswasser oder Legionellen sei es geeignet.

Zum Teil bestätigt wird Uhlmann durch Stefan Höller vom Anlagenbauer Krones. Höller verweist auf die Bromid-Bromat-Problematik bei der Trinkwasserentkeimung und warnt: „Ozon, Natriumhypochlorit und vor Ort hergestelltes Chlor kann bei bromidhaltigen Wässern zum Anstieg des Bromatgehalts führen.“ Ein möglicher Weg zur Vermeidung sei die Verwendung von Membranfiltration statt Ozon. „Nur durch ein lückenloses Gesamtkonzept aus Engineering, IQ und Validierung lässt sich Produktionssicherheit gewährleisten“, meint Höller und verweist auf die wichtige Validierungsphase: „Manche meinen, diese sei der Puffer vor der Inbetriebnahme, wenn die Zeit zum Ende hin knapp wird. Das stimmt nicht. Auch, wenn der Produktionsdruck groß ist: Diese Zeit ist gut investiert.“

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* * Die Autorin ist freie Redakteurin der PROCESS. E-Mail-Kontakt: redaktion@process.de

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