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Lebensmittelsicherheit

Fachforum Food Safety – So geht sichere Lebensmittelherstellung

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Keine Chance für Keime von außen

Ein ganz anderes Thema ist der Anlagenschutz vor Außenkeimen. Referent Martin Barnickel rät zu möglichst kleinen Sterillufträumen. Als Positiv-Beispiel führt er den Mini-Isolator von Krones an. Undichte Anlagen seien häufig Grund für die Belastung mit Biofilmen. Kapillareffekte durch schlecht ausgeführte Schweißnähte führten zu Keimbelastungen in Sterilluftkammern.

Dem Druckabfalltest attestiert er Nutzlosigkeit im Hinblick auf die mikrobiologische Beurteilung, ebenso der Wasserstoffmethode bei nassen Löchern. Lediglich das EHEDG-Testverfahren auf Keimdichtheit kommt bei Barnickel gut weg: „Das funktioniert und ist realitätsnah.“

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Daniel Betzl, Area Sales & Service Manager von Bactoforce, zeigte auf, wie die Gefahr von mikrobiologischen Risiken im Fertigungsprozess gebannt werden kann. Sein Unternehmen entdeckt Defekte in Prozessanlagen, beispielsweise mittels Riboflavin-Sprühschattentest der CIP-Einrichtung und der Beurteilung von Materialverarbeitung bei Neuanlagen.

Defekte lokalisieren

Bei älteren Anlagen schaut das Bactoforce-Team nach mikroskopisch feinen Rissen, Poren oder Korrosionsstellen. Wärmetauscher werden durch eine aufwendige Druckprüfung mittels zweier großer Pumpstationen gecheckt, die Bactoforce im Prüfbus mitbringt. Betzl sagt: „Wir stellen Defekte nicht nur fest, sondern lokalisieren sie bis auf das 10er-Paket, das dann getauscht werden kann.“

Produktsicherheit durch Fremdkörperdetektion wird in der Regel unmittelbar vor oder während der Verpackung realisiert. Dirk Käseberg von Mettler-Toledo zeigte auf, was sich mit Metalldetektoren und Röntgensystemen machen lässt. Er schätzt die Zahl der vermeidbaren Beschwerden weltweit auf jährlich 60 000. Röntgeninspektionssysteme erfassen Glas, Metalle, Knochen und Steine, die sich deutlich von der Dichte des Lebensmittels unterscheiden.

Ein Kirschkern oder Holz ist damit jedoch kaum zu erkennen. Metallsuchgeräte detektieren Eisen und Nichteisen, unter Umständen auch Edelstahlfremdkörper. Als Tipp gibt Käseberg mit: „Lassen Sie Tests vom Lieferanten mit Originalprodukt durchführen. Der Fremdkörper sollte sich in der Mitte befinden; dort ist die Empfindlichkeit am geringsten. Und achten Sie bei Systemvergleichen darauf, dass die gleichen Testkörper verwendet werden.“ So wird die Fremdkörperdetektion als Teil des Gesundheitsschutzes am Ende auch wirksam.

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