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Nachhaltige Chemie Exzellenz-Cluster festigt kanadische Provinz als Biotech-Standort

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Das neu gegründete Exzellenzcenter für die Vermarktung nachhaltiger biotechnologischer chemischer Innovationen in Sarnia-Lambton in der kanadischen Provinz Ontario treibt die industrielle Anwendung biobasierter Chemikalien voran. Das Exzellencenter ist im Western Sarnia-Lambton Research Park angesiedelt, Kanadas größtem Clean-Tech Inkubator.

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In Ontario entsteht ein neuer Exzellenzcenter für die Vermarktung nachhaltiger biotechnologischer chemischer Innovationen.
In Ontario entsteht ein neuer Exzellenzcenter für die Vermarktung nachhaltiger biotechnologischer chemischer Innovationen.
(Bild: © djvstock - Fotolia)

Frankfurt – Mit 400 Mitarbeitern wird das Center nicht nur systematisch Fachexpertise dazu aufbauen, wie kritische Lücken geschlossen und Vermarktungsherausforderungen im Biotechnologiesektor gemeistert werden können. Es wird auch ganz konkrete Wirtschaftspartnerschaften schmieden und Risiko-Kapital nutzen, um neue Entwicklungen und Technologien aus dem Labor an den Markt zu bringen. „Grüne Chemikalien“ sind ein attraktiver globaler Zukunftsmarkt, der laut Pike Research bis 2020 auf rund 100 Milliarden Dollar anwachsen könnte.

Es wird erwartet, dass das Exzellenzcenter dazu beitragen wird, die Wettbewerbsfähigkeit Ontarios in diesem Zukunftsmarkt zu stärken und das Profil der Provinz als weltweit führender Biotechnologie-Standort zu schärfen. So sagte der Forschungs- und Innovationsminister von Ontario, Reza Moridi: „Diese strategische Investition wird dabei helfen, die großartige Arbeit zu beschleunigen, die bereits im Western Sarnia-Lambton Research Park stattfindet, und Ontario an die Spitze des Biotechnologie-Sektors zu bringen.“ Vor diesem Hintergrund unterstützt die Regierung der Provinz Ontario das Center gemeinsam mit Bioindustrial Innovation Canada (BIC) und investiert über die nächsten 4 Jahre insgesamt 3 Millionen Dollar.

Biotechnologische Produktionsverfahren dienen dazu, nachhaltige Ausgangsmaterialien – erneuerbare Ressourcen wie land- und forstwirtschaftliche Nebenprodukte und Abfälle – in Energie, veredelte Chemikalien und Materialien für verschiedene alltägliche Produkte zu verwandeln, zum Beispiel Kunststoffe, Pflegeprodukte, Automobilteile oder Nahrungsmittelzusätze. Die Nutzung von pflanzlichen Chemikalien und biotechnologischen Prozessen kann Treibhausgasemssionen im Vergleich zu konventionellen erdölbasierten Produktionsmethoden signifikant reduzieren. Ein sehr gutes Beispiel dafür ist Bio Amber, deren Werk in Sarnia ebenfalls von der Regierung Ontarios gefördert wurde. Es produziert pflanzliche Bernsteinsäuren und schafft es dabei, die Emission von Treibhausgasen im Vergleich zu konventionellen Methoden um 100 % zu reduzieren.

Die Förderung für das Exzellenzcenter für die Vermarktung nachhaltiger biotechnologischer chemischer Innovationen ist Teil eines Wirtschaftsförderungsprogramms mit den bisher größten Infrastrukturinvestitionen in der Geschichte Ontarios

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