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Anlagenbau Exyte steht kurz vor Börsengang

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Exyte will an die Frankfurter Börse. Mit dem Zugang zum Kapitalmarkt will sich der Anlagenbauer für die Halbleiter- und Pharmaindustrie zusätzliche Wachstumspotenziale erschließen. Der angestrebte Börsengang soll durch Ausgabe von nennwertlosen Inhaberaktien aus dem Bestand der M+W Group im vierten Quartal 2018 erfolgen.

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Exyte plant Börsengang
Exyte plant Börsengang
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Frankfurt am Main – Exyte strebt die Zulassung der Aktien zum regulierten Markt sowie die Zulassung zum Teilbereich des regulierten Marktes mit weiteren Zulassungsfolgepflichten (Prime Standard) an der Frankfurter Wertpapierbörse an. „Mit dem Zugang zum Kapitalmarkt wollen wir das Wachstumspotenzial in unseren Zielmärkten voll ausschöpfen. Die internationale Bekanntheit von Exyte wird bei Kunden und potenziellen Mitarbeitern nochmals deutlich zunehmen“, sagt Wolfgang Büchele, CEO von Exyte. Alle Erlöse fließen der M+W Group als derzeitigem Alleinaktionär zu.

Das Leistungsspektrum des Unternehmens reicht von der Beratung, über das Design bis hin zur Realisierung schlüsselfertiger Anlagenkonzepten für die Halbleiter- und Pharmaindustrie. Mit seinen drei strategischen Geschäftssegmenten Advanced Technology Facilities (ATF), Life Sciences & Chemicals (LSC) und Data Center (DTC) ist Exyte in mehr als 20 Ländern aktiv. Im Jahr 2017 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von mehr als 2,4 Milliarden Euro und ein bereinigtes Ebit von 108 Millionen Euro.

Gut am Markt positioniert

Der für Exyte zugängliche Markt soll nach eigener Einschätzung im Zeitraum 2014 und 2022 für das Segment ATF durchschnittlich um 7 % pro Jahr, für das Segment LSC um 4 % pro Jahr und für das Segment DTC um 8 % pro Jahr wachsen. Der gesamte relevante Markt wird nach eigener Berechnung im Jahr 2022 eine Größe von über 111,5 Milliarden Euro erreichen, was einem durchschnittlichen Wachstum von 6 % pro Jahr entspricht.

Nach einem Wachstum von durchschnittlich 19 % pro Jahr seit 2015 erreichte der Auftragseingang im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 3,2 Milliarden Euro einen Rekordwert. Diese positive Entwicklung setzte sich in 2018 fort: Hier stieg der Auftragseingang in der ersten Jahreshälfte 2018 um 92 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum und erreichte erstmals 3 Milliarden Euro. Für den Sechsmonatszeitraum per 30. Juni 2018 konnte das Unternehmen seinen Umsatz um 85 % gegenüber der Vorjahresperiode auf 1,7 Milliarden Euro steigern.

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