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Wasser- und Abwassertechnik Export von Wasser- und Abwassertechnik boomt

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Das Geschäft mit Wasser- und Abwassertechnik brummt. Besonders der Markt in Russland bietet Herstellern und Lieferanten von Wasseraufbereitungs-, Abwasser- und Schlammbehandlungsanlagen gute Absatzchancen. Für den Auftragseingang im Jahr 2013 erwartet die Mehrzahl der Unternehmen konstante oder steigende Zahlen.

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(Bild: VDMA)

Frankfurt am Main – Die Hersteller und Lieferanten von Komponenten und Systemen zur Wasseraufbereitung, Abwasser- und Schlammbehandlung berichten von einem erfolgreichen Geschäftsjahr 2012. Die Unternehmen konnten, im Vergleich zum Vorjahr, ihre Exporte von Apparaten zum Filtrieren oder Reinigen von Wasser von 813 Millionen Euro um mehr als 12 % auf rund 914 Millionen Euro steigern.

Weltweit stärkste Exportmärkte waren Russland mit 63 Millionen Euro vor Frankreich mit 61 Millionen Euro. Die Ausfuhren in die EU-27 Staaten bewegten sich 2012 mit rund 354 Millionen Euro im Vergleich zum Jahr 2011 mit 338 Millionen Euro auf konstant hohem Niveau. Stärkste Märkte in dieser Region waren Frankreich, gefolgt von Großbritannien mit 47 Millionen Euro und Italien mit 34 Millionen Euro. In die Staaten außerhalb der Europäischen Union verzeichneten die deutschen Unternehmen eine Steigerung ihrer Ausfuhren von 3,5 % auf 158 Millionen Euro.

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Wasser- und Abwassertechnik weiter erfolgreich

Aufgrund weiter steigender Anfragen aus dem In- und Ausland in den ersten Monaten dieses Jahres rechnen die Unternehmen mit einer Fortsetzung der positiven Geschäftsentwicklung. Die Umsatzerwartungen im vergangenen Jahr 2012 werden auf mehr als 2 Milliarden Euro geschätzt.

Wasser- und Abwassertechnik „Made in Germany“ erfreut sich höchster Reputation und an der steigenden Nachfrage, insbesondere aus Entwicklungs- und Schwellenländern, partizipieren auch die deutschen Hersteller“, so Richard Clemens, Geschäftsführer des VDMA-Fachverbands Verfahrenstechnische Maschinen und Apparate.

Intelligente Wassertechnik optimiert Stoffkreisläufe

Der Bedarf unterschiedlicher Wasserqualitäten insbesondere in der Industrie ist sehr groß. Neue Prozesse zur Wasseraufbereitung, die sich durch einen geringen Energiebedarf, eine hohe Selektivität und ein erhöhtes Temperaturniveau auszeichnen, werden neben dem Wasserrecycling eine wichtige Rolle bei der Wertstoff- und Wärmeenergienutzung spielen. Neue Trends und Strategien in der Kühlwasserbehandlung sowie Komponenten und Systeme zur Trinkwasseraufbereitung, unter Beachtung des Carbon Footprints, bieten Betreibern optimale Lösungen zur Trink-, Prozesswasser- und Abwasserbehandlung.

„Ein sicherer und wirtschaftlicher Anlagenbetrieb erfordert immer eine Gesamtbetrachtung aller verfahrenstechnischen Abläufe vor Ort beim Kunden“, so Hans Birle, Referent, VDMA Wasser- und Abwassertechnik.

Die anhaltende Diskussionen um eine vierte Reinigungsstufe zur Entfernung von Mikroverunreinigungen aus Kläranlagenabläufen und europäische Vorgaben zur Optimierung der Energie- und Ressourceneffizienz von Trink-, Prozesswasser- und Abwasserbehandlungsanlagen stellen die VDMA-Anbieter von Anlagen-, Komponenten und System vor neue Herausforderungen.

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Wichtige Abnehmerbranchen für Wassertechnik

Entsprechend einer aktuellen Umfrage des VDMA-Fachverbands Verfahrenstechnische Maschinen und Apparate im Februar 2013 verteilten sich die Aufträge für die Hersteller und Lieferanten von Wasseraufbereitungs-, Abwasser- und Schlammbehandlungsanlagen im Jahr 2012 auf die folgenden fünf wichtigsten Abnehmerbranchen: Öffentliche und private Ver- und Entsorger mit 29 %, die Nahrungs- und Genussmittel- einschließlich Getränkeindustrie mit 13,1 %, die chemische, petrochemische und pharmazeutische Industrie mit 12,4 %, die Bau- und Baustoffindustrie mit 9,4 % und die Metallbe- und -verarbeitende Industrie mit 9,1 %.

Kundenanfragen stabil

61 % der Unternehmen berichteten von stabilen Kundenanfragen im 2. Halbjahr 2012. 42 % der Unternehmen rechnen im 1. Halbjahr 2013 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit zunehmenden und 47 % mit unveränderten Auftragseingängen.

Unternehmen halten Personal

42 % der befragten Unternehmen berichteten von einer Zunahme ihrer Belegschaft seit dem 1. Juli 2012. Im 1. Halbjahr 2013 beabsichtigen 53 % der Teilnehmer eine Personalaufstockung und 42 % der Befragten erwarten einen unveränderten Personalstand.

Umsatz und Geschäftsergebnis legen zu

Im vergangenen Jahr konnten 50 % der Teilnehmer dieser Umfrage eine Steigerung bei den Umsätzen verzeichnen und 50 % zumindest das Niveau vom Vorjahr halten. Beim Geschäftsergebnis legten 28 % der Unternehmen zu und weitere 39 % der Befragten hielten ihr Geschäftsergebnis auf dem Niveau des Vorjahres. 67 % der befragten Unternehmen rechnen im 1. Halbjahr 2013 im Vergleich zum 1. Halbjahr 2012 mit Umsatzsteigerungen.

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