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Katastrophe in Chemiepark Tarragona Schwere Explosion in spanischem Chemiepark

| Autor/ Redakteur: Alexander Stark / Wolfgang Ernhofer

Durch eine Explosion im Chemiepark Tarragona in Spanien sind am Dienstag drei Menschen ums Leben gekommen und mehrere, teils schwer verletzt worden. Das Unglück hat sich auf dem Werksgelände des Ethylenoxid-Produzenten Iqoxe ereignet.

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Im Chemiepark im spanischen Tarragona kam es zu einer folgenschweren Explosion. (Symbolbild)
Im Chemiepark im spanischen Tarragona kam es zu einer folgenschweren Explosion. (Symbolbild)
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Würzburg; Tarragona/Spanien – Mehreren Medienberichten zufolge, kam es kurz nach 19 Uhr am Dienstagabend, den 14.01.2020 im Chemiepark nahe der spanischen Stadt Tarragona zu einer heftigen Explosion. Das Unglück hat sich beim Unternehmen Iqoxe ereignet, das am dortigen Standort Ethylenoxid produziert. Insgesamt seien drei Menschen tödlich verletzt worden. Sieben weitere Menschen sind, laut Informationen des Nachrichtenportals Euronews, verletzt, zwei davon schwer. Ein Todesopfer war offensichtlich ein Mann, der mehrere Kilometer entfernt in einem Wohnhaus ums Leben kam. Eine rund 800 kg schwere Metallplatte sei durch die Wucht der Explosion auf das Dach des Hauses geschleudert worden und habe dieses zum Einsturz gebracht, was den Mann das Leben kostete.

Zum Zeitpunkt des Unglücks arbeiteten 25 Arbeiter der 120 Mitarbeiter zählenden Belegschaft in den Anlagen. Mehrere Straßen in der Umgebung und der Zugverkehr waren stundenlang gesperrt. Laut Medienberichten ereignete sich die Explosion in einem 20-Tonnen-Tank für Ethylenoxid.

Im Chemiepark sind diverse Unternehmen der Chemie- und Petrochemieindustrie ansässig. Neben Iqoxe sitzen im Industriepark u.a. Shell, Dow Chemical, Cepsa, Dow Chemical, Repsol und andere Konzerne mit ihren Raffinerien und Niederlassungen. Covestro betreibt Anlagen zur Herstellung von Diphenylmethandiisocyanaten.

In unmittelbarer Nähe des Unglücksortes betreibt auch BASF einen Produktionsstandort. Wie der Konzern gegenüber der Tageszeitung Rheinpfalz am Mittwoch mitteilte, seien keine Mitarbeiter zu Schaden gekommen. Die Werksfeuerwehr leistete technische und nachbarschaftliche Unterstützung, wird eine Unternehmenssprecherin zitiert. In der Region hängen 5000 Arbeitsplätze direkt und 23.000 indirekt von der Petrochemie ab. Rund um den Unglücksort leben 300.000 Menschen, in Tarragona sind es insgesamt ca. 800.000.

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