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Verschleißschutz

Experten-Tipps für den Verschleißschutz

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Gute Lösungen benötigen Erfahrung und Zeit

Ausgewählte Verschleißprobleme und deren Lösung
Ausgewählte Verschleißprobleme und deren Lösung
(Bild: PROCESS)

„Die Auswahl der geeigneten Keramik hat sicherlich den gleichen Stellenwert wie eine sachgerechte Konstruktion“, bestätigt Wiech, die einige Fallstricke aufzählt. „Richtig gewählte Fugenverläufe, die Vermeidung von Absätzen sowie die Auswahl der richtigen Materialstärke tragen entscheidend zu einem optimal designten Verschleißschutz bei. Letztendlich müssen Material und Konstruktion aufeinander abgestimmt werden. Eine ausgezeichnete Keramik kann ohne die entsprechende keramikgerechte Konstruktion nicht ihr volles Potenzial entwickeln.“

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Und die Suche nach dem richtigen Werkstoff kann dauern, wie Heinz-Achim Kordt, Konstruktionsleiter bei Durit, weiß. Bei Durit analysiert man zunächst Verschleißbilder und eventuelle Ausfallursachen inklusive aller im Einsatz entscheidenden Parameter, z.B. Temperatur, Druck, benachbarte Bauteile oder das zu verarbeitende Medium. Anschließend wird in Zusammenarbeit mit dem Kunden eine auf die jeweilige Anwendung spezifische Lösung erarbeitet.

„Bei der Auswahl der geeigneten Hartmetallsorte verfügen wir neben einer 35-jährigen Erfahrung über eine breite Palette von rund 60 verschiedenen Hartmetallsorten aus eigener Entwicklung und somit die praxisgerechte Voraussetzung für eine kundenspezifische Materialzusammenstellung“, so Kordt. Dennoch kann der Weg zur optimalen Verschleißschutzlösung manchmal Wochen, Monate oder auch bis hin zu einem Jahr dauern.

Die Auswahl an Werkstoffen ist fast so groß wie die unterschiedlichen Arten der Verschleißschutzprobleme. Daher müssen häufig Werkstoffe miteinander kombiniert werden, unter Umständen sogar im gleichen Anlagenteil, wie das Beispiel von Kalenborn (siehe Tabelle Seite 20) zeigt. Kalenborn greift daher auf ein umfassendes Sortiment an mineralischen, keramischen und metallischen Werkstoffen sowie Compounds und technischen Kunststoffen zurück.

Hartmetalle, wie sie von Durit verwendet werden, sind in ihrer Verwendung außerordentlich flexibel einsetzbar und bieten Vorteile, wie eine enorme Verschleiß- und Druckfestigkeit, Widerstandskraft gegen Abrieb, sehr gute elektrische Leitfähigkeit, eine geringere Bruchanfälligkeit gegenüber keramischen Werkstoffen sowie je nach Zusammensetzung eine gute chemische und thermische Beständigkeit. „Und Hartmetall lässt sich problemlos mit Stahl, Aluminium oder Gusswerkstoffen kombinieren“, ergänzt Kordt.

Hochverschleißfeste Rohrbogen des Typs HVA Niro von HS Umformtechnik sind speziell für die Förderung von glasfaserverstärkten Kunststoffgranulaten entwickelt worden und verringern durch ihre lange Lebensdauer extrem die Wechselzyklen der Rohrbogen beim Kunden. Ein weiterer Vorteil ist die einfache Montage und das leichte Handling der Rohrbogen, da keine Sonder-Rohrkupplungen und keine speziellen Sicherheitsmaßnahmen wie z.B. bei Glasrohrbogen erforderlich sind. Eine Alternative des Unternehmens sind die DWR-Doppelwandrohrbogen. Durch das Doppelkammersystem wird Material auf Material gefördert – dies reduziert die Verschleißerscheinungen. „Bei manchem Fördermedium empfiehlt es sich die Doppelwandkammer mit keramikähnlichem Beton auszugießen“, so Ruff.

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Über den Autor

 Sabine Mühlenkamp

Sabine Mühlenkamp

freie Journalistin, Pressebüro Mühlenkamp