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Marktanalyse: Biobasierter Kohlenstoff Experten prognostizieren der Bioeconomy Umsätze von 40 Milliarden Euro pro Jahr

| Redakteur: M.A. Manja Wühr

Kohlenstoff hat in der Debatte um den Klimawandel die Rolle des Schwarzen Peter. Das mag bei der Energiegewinnung durchaus berechtigt sein. Doch wenn es um die Produktion regenerativer und nachhaltiger Materialien geht, ist Kohlenstoff dagegen unersetzlich. Analysten von Pöyry sehen im Geschäft mit biobasierten Kohlenstoff Umsatzpotential in Milliardenhöhe.

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Nach einer Analyse des Engineering-Unternehmens Pöyry eröffnen Rohstoffe auf Kohlenstoff-Basis Geschäftsmöglichkeiten in Milliardenhöhe.
Nach einer Analyse des Engineering-Unternehmens Pöyry eröffnen Rohstoffe auf Kohlenstoff-Basis Geschäftsmöglichkeiten in Milliardenhöhe.
(Bild: Torben Seidler/Torbz/Fotolia.com)

Düsseldorf – Rohstoffe auf Kohlenstoff-Basis wie Lignin, Zucker, Nanozellulose und Kohlenstoffe wie Graphen bieten enorme Chancen für CO2-neutrale Materialien, so das Ergebnis einer Untersuchung des Consulting- und Engineering-Unternehmens Pöyry. Doch noch bleiben die Chancen vielfach ungenutzt: Aktuell werde beispielsweise Lignin, ein wesentlicher Bestandteil von Holz, in Zellstofffabriken lediglich verbrannt und thermisch genutzt. Vorher aus dem Holz herausgelöst, könnte es dagegen unter anderem als Basis für Kraftstoffe, Harze, Chemikalien und Bio-Kunststoffe genutzt werden. Dies würde zudem die Zellstoffproduktion erhöhen. Auch Zucker, Nanozellulose und Graphen seien Bausteine für verschiedenste Chemikalien und Materialien in einer biobasierten Wirtschaft.

Link zur Studie Die komplette Studie „The Recarbonisation Trilogy“ können Sie auf der Seite von Pöyry kostenlos in englischer Sprache herunterladen. Weitere interessante Studien und Positionspapiere aus Bereichen wie beispielsweise Gehalt, Personal, Industrie, Pharma, Produktion oder auch Biotechnologie finden Sie auf unserer Übersichtsseite.

Dabei sei der in diesen Materialien enthaltende Kohlenstoff mindestens CO2-neutral. Durch biobasierte Materialien ließe sich außerdem das CO2 aus der Atmosphäre langfristig binden und so das durch fossile Verbrennung ausgestoßene CO2 reduzieren. Berechnungen von Pöyry zeigen beispielsweise: Würde man alle Plastiktüten weltweit durch biobasierte Materialien ersetzen, könnten Emissionen in einer Höhe eingespart werden, die drei Prozent des deutschen CO2-Ausstoßes entsprechen.