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Staub-Absauganlagen Ex-geschützte Absauganlagen in der Produktion von mikronisierten Wachsen

Redakteur: M.A. Manja Wühr

In der Produktion von Wachs-Additive am Standort Gersthofen setzt Clariant Ex-geschützte Staub-Absauganlagen von Ruwac ein, um in-line Staub abzusaugen.

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Der bei der Produktion von Wachs-Additiven anfallende Staub wird bei Clariant in Gersthofen in-line abgesaugt.
Der bei der Produktion von Wachs-Additiven anfallende Staub wird bei Clariant in Gersthofen in-line abgesaugt.
( Bild: Ruwac )

Wenn Druckfarben besonders gut auf dem Trägermaterial haften, Kunststoff sehr leicht zu verarbeiten ist oder Lacke eine hohe Kratzfestigkeit aufweisen – dann sind in vielen Fällen Wachse für diese Eigenschaft verantwortlich, die als Additive in die Grundprodukte eingearbeitet werden. Clariant entwickelt und fertigt im Werk Gersthofen bei Augsburg ein breites Spektrum solcher Wachs-Additive. Als Basis dienen sowohl fossile Wachse (Montanwachse) als auch synthetische Produkte. Ein zentraler Arbeitsschritt in den Gersthofer Wachsbetrieben ist das Mahlen der Wachse bis hinab in den Mikronbereich. Hier ist ein hohes Maß an Know-how erforderlich, denn die Partikelgröße hat entscheidende Auswirkung auf die Eigenschaften und die Anwendbarkeit. Die Mikropulver der Ceridust-Gruppe weisen je nach Typ Teilchengrößen von maximal 15 bis 35 µm auf, und auch die Korngrößenverteilung ist ein entscheidender Parameter bei der Vermahlung.

Stäube in-line absaugen

Wo gemahlen wird, entsteht Staub: Das ist bei der Produktion hochwertiger Lack- und Kunststoffadditive nicht anders als in der Lebensmittelproduktion. Und da der Staub die Korngrößenverteilung und damit die Produktqualität der mikronisierten Wachse beeinträchtigt, wird er bei Clariant „in-line“ abgesaugt. Die Absaugung ist an den Zuführungen und Dosiereinheiten der Mahlanlagen installiert. Jeweils mehrere Absaugstellen werden über eine Sammelleitung zu einem Ruwac-Sauger vom Typ DS 2520 M-B1 geführt. Dem Sauger vorgeschaltet ist ein Hochgeschwindigkeits-Zyklon mit kontinuierlichem Austrag, der größere Partikel abscheidet und einem Sammelbehälter zuführt. Stäube mit kleinerem Partikelgehalt werden von einem Filter vom Typ B1 zurückgehalten.

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Mit ihren leistungsfähigen Drehstromantrieben sind die Sauger auf Dauerbetrieb ausgelegt – eine Eigenschaft, die für Clariant wichtig ist, denn die Mahlanlagen sind im Durchschnitt 16 bis 17 Stunden pro Tag in Betrieb. Der integrierte 90 l-Sammelbehälter des Saugers ist mit einer automatischen Füllstandsüberwachung ausgestattet: Eine Meldeleuchte zeigt dem Personal an, dass der Behälter in nächster Zeit entleert werden muss.

Da Wachsstäube zum Verkleben neigen, musste das Unternehmen ein Filtermaterial auswählen, das dieser Eigenschaft entgegenwirkt. Daher kommt ein Medium mit PTFE-Beschichtung zum Einsatz. Die Rückhalterate des Mediums entspricht der Verwendungskategorie C. Das bedeutet: Ein Durchlassgrad von 0,1 Prozent wird nicht überschritten.

Ex-geschützt nach Atex

Mindestens ebenso wichtig wie die Auswahl des Filtermediums ist aber ein wirksamer Explosionsschutz. Denn als organische Materialien sind Wachse in entsprechender Staub-Luft-Konzentration entzündlich. Der Sauger ist gemäß den Atex-Anforderungen für den Einsatz in den Staub-Ex-Zonen 21 und 22 geeignet: Die gesamte Konstruktion ist so ausgelegt, dass weder durch elektrische noch mechanische Komponenten Funken entstehen können. Außerdem ist der Sauger permanent geerdet, sodass auch keine statischen Entladungen als Zündquelle wirken können. Bezogen auf den Explosionsschutz wird die Staubklasse M erreicht, die sich für Stäube mit einem Expositionsgrenzwert von unter 0,1 mg/m3 eignet.

Auch in anderen Betriebsteilen des Gersthofer Werkes sind stationäre Ruwac-Absauganlagen und mobile Sauger im Einsatz. Eine neuere Anlage wurde beispielsweise bei der Lkw-Verladung der mikronisierten Wachse im Warenausgang installiert. Hier wird überschüssiges Material aus Lkw zurückgefördert und in Big-Bags abgefüllt. Auch diese Anlage ist modular und mobil ausgeführt, damit sie bei Bedarf schnell umgesetzt und anderer Stelle des Rohrleitungsnetzes angeschlossen werden kann.

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