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Unternehmenspläne Evonik will zum besten Spezialchemiekonzern der Welt aufsteigen

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Nach den Fusionsabsichten von Huntsman und Clariant will Evonik dagegenhalten. Mit deutlich höherer Innovationskraft und beschleunigtem Wachstum will der Essener Spezialchemiekonzern an die Weltspitze.

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Evonik will seine Innovationskraft ausbauen.
Evonik will seine Innovationskraft ausbauen.
(Bild: Evonik)

London/Großbritannien – Eine neue, leistungsorientierte Unternehmenskultur, die konsequente Ausrichtung auf Spezialchemie sowie eine höhere Innovationskraft: So will der neue Vorstand aus Evonik den besten Spezialchemiekonzern der Welt formen. Evonik-Vorstandschef Christian Kullmann sagte vor Analysten und Investoren in London, dass er ein ausgewogenes Portfolio anstrebe, das noch stärker auf Geschäfte mit klarem Spezialchemie-Charakter konzentriert wird. „Zukünftig wird unser Portfolio einen höheren Anteil an Wachstumsgeschäften haben“, so Kullmann.

Evonik wolle sich beim Volumenwachstum stärker entwickeln als die Weltwirtschaft, kündigte Kullmann an. Zugleich soll die bereinigte Ebitda-Marge nachhaltig auf ein höheres Niveau von 18 bis 20 % gebracht werden. Im historischen Vergleich lag sie etwa zwischen 16 und 18 %. In vier Bereichen sieht Kullmann für Evonik überdurchschnittliches Potenzial für Wachstum und Margen: Specialty Additives, Animal Nutrition, Smart Materials sowie Health Care. Auf diese Bereiche werden Investitionen gezielt ausgerichtet.

Innovationen sollen Profit bringen

„Ein aktives Portfoliomanagement mit regelmäßiger Überprüfung der strategischen Ausrichtung sowie eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit bei den Kosten werden dazu beitragen, die Wachstums- und Margenziele des Konzerns zu erreichen“, fügte Ute Wolf, Finanzchefin des Konzerns, hinzu. Einen wesentlichen Beitrag zur weiteren Verbesserung der Profitabilität erwarten Kullmann und Wolf aus Innovationen. Mittelfristig solle der Umsatz mit Produkten und Anwendungen, die jünger als fünf Jahre sind, auf 16 % des Gesamtumsatzes steigen. Alle Aktivitäten werden auf die intensive Zusammenarbeit mit Kunden und entlang der Wertschöpfungsketten ausgerichtet.

In der neuen Unternehmenskultur sollen sich die Beschäftigten aktiver einbringen und den Wandel vorantreiben, erläuterte Kullmann. Evonik müsse weltweit eine internationalere und vielfältigere Atmosphäre schaffen, die auf Vertrauen, Respekt und Offenheit beruht. „Eine gemeinsame Kultur zu entwickeln, in der jeder Beschäftigte Verantwortung übernimmt für den Erfolg des Gesamtunternehmens, ist ein zentrales Element auf unserem Weg zu stärkerem Wachstum“, sagte Kullmann. „Nur wenn wir bereit sind, neue Wege zu gehen und angemessene Risiken auf uns zu nehmen, können wir unsere ambitionierten Ziele erreichen.“

Der neue Vorstand versteht sich als Team mit komplementären Stärken. Neben dem Vorsitzenden Christian Kullmann wird Harald Schwager als neuer stellvertretender Vorsitzender am 1. September die Zuständigkeit für Chemie und Innovation übernehmen. Ute Wolf und Thomas Wessel werden weiterhin ihre Aufgaben als Finanzvorstand und Personalvorstand wahrnehmen.

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