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Silica-Übernahme Evonik will Silica-Geschäft des US-Traditionsunternehmens JM Huber schlucken

| Redakteur: Dominik Stephan

Evonik will durch die Übernahme der Silica-Sparte von JM Huber ihr Portfolio um kundennahe Anwendungen ergänzen. Davon verspricht sich die Führung des Spezialchemie-Konzerns den Zugang zu neuen Kundengruppen und Wachstumsmärkten – immerhin lassen sich die Essener den Deal mehr als eine halbe Milliarde Dollar kosten.

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„Huber Silica stärkt hervorragend unser Wachstumssegment Resource Efficiency“, glaubt Evoniks Vorstands-Vorsitzender Klaus Engel. „Zudem bietet sich die Möglichkeit der gezielten Weiterentwicklung unseres Gesamtportfolios.“
„Huber Silica stärkt hervorragend unser Wachstumssegment Resource Efficiency“, glaubt Evoniks Vorstands-Vorsitzender Klaus Engel. „Zudem bietet sich die Möglichkeit der gezielten Weiterentwicklung unseres Gesamtportfolios.“
(Bild: Andreas Pohlmann/Evonik)

Essen – 630 Millionen Dollar ist Evonik das Silica-Geschäft des US-Familienunternehmens JM Huber wert: Der Spezialchemie-Konzern hat bestätigt, mit dem Huber-Management über eine Übernehme dieses Unternehmensteils einig geworden zu sein. Aus Sicht der Essener ein perfekter Deal: Evonik hat eine starke Position bei Silica-Produkten für Industriekunden wie Reifen- und Lack-Herstellern, während Huber ein breites Portfolio für Anwendungen in der Konsumgüterindustrie anbietet. Damit, so hofft Evonik, seien Synergie-Effekte von 20 Millionen US-Dollar möglich.

„Huber hat sein Silica-Geschäft seit den 1950er Jahren aufgebaut und global entwickelt“, sagte Mike Marberry, President und Chief Executive Officer von Huber. „Die Trennung von einem solchen Geschäft ist nicht leicht, aber es passt strategisch exzellent zu Evonik, auch im Interesse unserer Mitarbeiter und unserer Kunden.“

Insgesamt setzen die Amerikaner 2016 etwa 300 Millionen Dollar bei einem EBITDA von rund 60 Millionen um – eine Marge von etwa 20 %.

„Durch die Kombination der komplementären Silica-Geschäfte stärken wir eine bedeutende Säule in unserem Konzern“, sagte Christian Kullmann, Strategievorstand von Evonik. „Zudem fügt sich das Geschäft von Huber mit Schwerpunkten in den USA, China und Indien auch in geografischer Hinsicht passgenau ein.“

Der Markt für Silica weist ein überdurchschnittliches Wachstum von jährlich vier bis sechs Prozent auf. Die Transaktion soll in der zweiten Jahreshälfte 2017 abgeschlossen sein.

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