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Quartalszahlen Evonik Industries

Evonik trotzt dem zunehmend schwierigen konjunkturellen Umfeld

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Im thailändischen Rayong und in Chester (USA) gingen erweiterte Produktionsanlagen für gefällte Kieselsäuren in Betrieb. Treiber des Wachstums sind insbesondere kraftstoffsparende Reifen und Life-Science-Anwendungen. In Jilin (China) hat eine neue Wasserstoffperoxid-Anlage mit einer jährlichen Kapazität von 230.000 Tonnen die Produktion aufgenommen, um einen benachbarten chinesischen Partner zu beliefern. Dieser stellt in einer ebenfalls neu erbauten Anlage Propylenoxid nach einem von Evonik und ThyssenKrupp Industrial Solutions entwickelten innovativen Verfahren her.

Absatzmenge konnte gesteigert werden

Nach einer Nettofinanzverschuldung von 150 Millionen Euro zum 30. Juni 2014 verfügte Evonik Ende September 2014 im Wesentlichen aufgrund des Eingangs der Kaufpreiszahlung für die im 3. Quartal abgegebenen STEAG-Anteile über ein Nettofinanzvermögen von 416 Millionen Euro.

In einem schwieriger werdenden konjunkturellen Umfeld verzeichnete Evonik im 3. Quartal 2014 weltweit eine lebhafte Nachfrage und konnte seine Absatzmengen weiter steigern. Dabei hat sich der in den Vorquartalen bei einigen wichtigen Produkten deutlich rückläufige Preistrend abgeschwächt. Gegenüber den beiden Vorquartalen 2014 hat sich das bereinigte EBITDA erkennbar verbessert und liegt nur noch leicht unter Vorjahr. Insbesondere die Segmente Consumer, Health & Nutrition sowie Specialty Materials erzielten über den Vorquartalen liegende Ergebnisse.

Der Konzernumsatz stieg im 3. Quartal 2014 um 1 % auf 3.243 Millionen Euro (Vorjahresquartal: 3.198 Millionen Euro). Evonik erzielte ein organisches Umsatzwachstum von 1 %, zu dem höhere Mengen (2 %) bei nur noch leicht rückläufigen Verkaufspreisen (-1 %) beitrugen.

Das bereinigte EBITDA blieb mit 501 Millionen Euro um 3 % unter dem Vorjahreswert von 517 Millionen Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge verringerte sich von 16,2 % auf 15,4 %.

Das bereinigte Konzernergebnis (fortgeführte Aktivitäten) erhöhte sich um 3 % auf 213 Millionen Euro (Vorjahresquartal: 206 Millionen Euro). Das bereinigte Ergebnis je Aktie stieg von 0,44 Euro auf 0,46 Euro.

Evonik hat sein Profil als reines Spezialchemieunternehmen weiter geschärft: Anfang September hat das Unternehmen seine restliche Beteiligung an der STEAG GmbH in Höhe von 49 % an das Stadtwerke-Konsortium Rhein-Ruhr für rund 570 Millionen Euro verkauft. Mit Ankündigung der Erwerbsoption (Call-Option) durch das Konsortium Mitte Juli 2014 wurde der Anteil an der STEAG in die nicht fortgeführten Aktivitäten umgegliedert. Aus der Entkonsolidierung resultierten negative Ergebniseffekte unter anderem aus der Bewertung und Ausbuchung der Put- und Call-Optionen.

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