Suchen

Wasserstoffperoxid-Anlage

Evonik legt Grundstein für Wasserstoffperoxid-Anlage in China

| Redakteur: Manja Wühr

Evonik will seine Jahreskapazität von Wasserstoffperoxid um knapp 40 Prozent steigern und hat kürzlich den Grundstein für eine neue Wasserstoffperoxid-Anlage in Jilin/VR China gelegt.

Firmen zum Thema

Festakt mit verschiedene Honoratioren der Stadt und der Provinz sowie von Evonik anlässlich der Grundsteinlegung für die neue Wasserstoffperoxid-Anlage von Evonik in China
Festakt mit verschiedene Honoratioren der Stadt und der Provinz sowie von Evonik anlässlich der Grundsteinlegung für die neue Wasserstoffperoxid-Anlage von Evonik in China
(Bild: Evonik)

Essen, Jilin/VR China - Bei einer offiziellen Feierstunde ist vor kurzem der Grundstein für die neue Wasserstoffperoxid-Anlage von Evonik in China gelegt worden. Bereits Ende 2013 soll die Anlage mit einer Jahreskapazität von 230 000 Tonnen in Betrieb gehen. Evonik will damit seine aktuelle Jahreskapazität von rund 600 000 Tonnen für H2O2 um fast 40 Prozent steigern.

Für die neue Produktionsstätte hat der Konzern vor kurzem das Unternehmen Evonik Specialty Chemicals (Jilin) gegründet. Das H2O2 aus Jilin wird Evonik über eine Pipeline direkt in die künftige benachbarte Propylenoxid-Anlage der Firma Jishen Chemical Industry liefern. Dafür ist ein langfristiger Liefervertrag abgeschlossen worden. Jishen wird aus dem Wasserstoffperoxid nach dem HPPO-Verfahren Propylenoxid herstellen. Propylenoxid wird vor allem für die Herstellung von Polyurethan-Vorprodukten verwendet. Aus den Polyurethanen entstehen dann beispielsweise Polster für Autositze oder Möbel. Das HPPO-Verfahren hat Evonik mit der ThyssenKrupp Uhde GmbH entwickelt.

Die chinesische HPPO-Anlage nach dem Evonik-Uhde-Verfahren wird die zweite ihrer Art sein. Bereits 2008 hatten Evonik, ThyssenKrupp Uhde und als Lizenznehmer ein koreanisches Chemieunternehmen gemeinsam als erste weltweit das HPPO-Verfahren großtechnisch in Ulsan/Korea umgesetzt. Bislang wurde Wasserstoffperoxid vor allem als Bleichmittel für die Textil- und Zellstoffindustrie genutzt. Mit dem HPPO-Verfahren kann das umweltfreundliche Oxidationsmittel nun auch zur chemischen Direktsynthese von Propylenoxid verwendet werden. Die Vorteile des HPPO-Verfahrens liegen in einem deutlich niedrigeren Investitionsvolumen und in seiner hohen Produktionseffizienz sowie in der sehr guten Umweltverträglichkeit.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 33500120)