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PMMA-Fliegwerkstoffe Evonik legt Grundstein für Reck- und Polieranlage in Weiterstadt

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Evonik hat den Baubeginn für eine neue Reck- und Polieranlage am Standort Weiterstadt eingeläutet. Der Chemiekonzern investiert dazu einen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag. Das Segment Performance Materials von Evonik wird so zum Komplettanbieter von gegossenen und gereckten Platten aus Polymethylmethacrylat (PMMA) für die Luftfahrtindustrie.

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Mit den großformatigen gereckten PMMA-Platten können besonders große Flugzeug-Kabinenfenster hergestellt werden.
Mit den großformatigen gereckten PMMA-Platten können besonders große Flugzeug-Kabinenfenster hergestellt werden.
(Bild: Evonik)

Essen – Die Anlage zur Herstellung von gereckten Fliegwerkstoffen aus Plexiglas wird in unmittelbarer Nähe zur bestehenden Produktion für gegossene PMMA-Blöcke errichtet, die als Vorprodukte des Reckprozesses dienen. Mit der Anlage lassen sich gereckte PMMA-Platten herstellen, die mehr als doppelt so groß sind wie die bisher verfügbaren Formate, und die dennoch die strengen Normen der Luftfahrtindustrie (Mil-P-25690 und EN 4366) erfüllen.

Gereckte PMMA-Platten weisen im Vergleich zu gegossenen PMMA-Werkstoffen eine verbesserte Schlagzähigkeit und eine erhöhte chemische Beständigkeit auf. Das Material ist daher besonders geeignet, um den sehr hohen Anforderungen der Luftfahrtindustrie gerecht zu werden. „Als weltweit einziger Hersteller dieser besonders großformatigen gereckten PMMA-Platten werden wir einmal mehr unserer Rolle als Innovationsführer bei Acrylprodukten gerecht.“, sagt Martin Krämer, der Leiter des Geschäftsgebiets Acrylic Products.

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Zwei Investitionen in Weiterstadt in kurzer Zeit

Die Luftfahrtindustrie profitiert von dem neuen Format gleich doppelt. Einerseits wird die Produktion von Flugzeug- oder Helikopterverscheibungen durch die neuen Formate effizienter. Andererseits werden ganz neue Designs möglich, etwa besonders große Kabinenfenster. „Mit unserer neuen Anlage liefern wir die größten Platten weltweit mit den geringstmöglichen Dickentoleranzen“, sagt Roland Mickal, Leiter des Marktsegments „Transportation“ bei Acrylic Products.

Es ist die zweite Investition innerhalb kurzer Zeit von Evonik am Standort Weiterstadt. Erst Mitte Februar wurde der Bau einer Produktionsanlage für hochwertige PMMA-Flachfolien angekündigt. Auch in diesem Fall wird ein zweistelliger Millionenbetrag investiert. „Beide Projekte sind Ausdruck dafür, dass wir von der Zukunftsfähigkeit unseres Plexiglas Geschäftes überzeugt sind“, so Pack, Mitglied der Geschäftsführung der Evonik Performance Materials.

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