Integration von Nachhaltigkeitszielen Evonik läutet nächste Phase der strategischen Transformation ein

Quelle: Pressemitteilung

Das Spezialchemieunternehmen Evonik startet in die nächste Phase der strategischen Transformation. Mit aller Konsequenz soll dabei Nachhaltigkeit in sämtliche Elemente der Konzernstrategie integriert werden, hat der Konzern mitgeteilt.

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Evonik will Milliarden in grünes Wachstum investieren.
Evonik will Milliarden in grünes Wachstum investieren.
(Bild: Evonik)

Essen – Mit milliardenschweren Investitionen in grüne Technologien will Evonik die Transformation hin zu einem nachhaltigen Chemiebetrieb schaffen. Nachhaltigkeit soll dabei sämtlich in sämtlichen Elementen der Konzernstrategie verankert werden: im Portfoliomanagement, bei Innovationen und in der Unternehmenskultur.

„Getrieben von unserem Purpose Leading Beyond Chemistry haben wir in den vergangenen Jahren strategisch und finanziell gute Fortschritte gemacht“, sagt Evonik-Chef Christian Kullmann beim Capital Markets Day des Konzerns vor Investoren und Analysten. „In der nächsten Phase unserer Transformation investieren wir nun gezielt und massiv in grünes Wachstum und machen Nachhaltigkeit zum zentralen Treiber unserer Innovation.“

Das Portfolio richtet das Unternehmen nun vollständig auf die drei Wachstumsdivisionen Specialty Additives, Nutrition & Care und Smart Materials aus. „Geschäfte, die wir aus strategischen Gründen abgeben, stellen wir bestmöglich auf, um ihnen verantwortungsvoll den Weg in eine gute Zukunft zu öffnen“, sagt Kullmann. Die Vorbereitungen zur Trennung für alle drei Geschäfte der Division Performance Materials – Superabsorber, Functional Solutions und Performance Intermediates – sind bereits gestartet. Evonik strebt an, im Laufe des Jahres 2023 neue Eigentümer oder Partner für jedes der drei Geschäfte zu finden.

Milliarden-Investitionen in grünes Wachstum

Die Erlöse aus dem Verkauf der Geschäfte der Division Performance Materials sowie der operative Cashflow der kommenden Jahre sollen in die grüne Transformation fließen. Bis zum Jahr 2030 will Evonik mehr als drei Milliarden Euro in Next Generation Solutions investieren, also jene Produkte mit einem überlegenen Nachhaltigkeitsnutzen. Das entspricht etwa 80 % der jährlichen Wachstumsinvestitionen. Im gleichen Zeitraum fließen weitere 700 Millionen Euro in Next Generation Technologies, also in die Weiterentwicklung von Produktionsprozessen und Infrastruktur zur Einsparung von CO2-Emissionen.

„Wir steigern maßgeblich unseren Handabdruck und verringern zugleich unseren Fußabdruck“, sagt Thomas Wessel, im Vorstand zuständig für Nachhaltigkeit. „Übersetzt in Kennzahlen: Von derzeit 37 % auf mehr als 50 % bis 2030 steigern wir den Umsatz mit Next Generation Solutions substantiell.“ Dazu zählen etwa Technologien zur gezielten Freisetzung von pharmazeutischen Wirkstoffen, Gasseparationsmembrane für Biogas und Wasserstoff sowie aktive kosmetische Wirkstoffe auf natürlicher Basis. „Mit unseren Innovationen unterstützen wir unsere Kunden dabei, ihre eigenen Produkte nachhaltiger zu machen und ihre eigene Klimabilanz zu verbessern“, sagt Wessel. Der dynamische Anstieg der Nachfrage nach Next Generation Solutions belegt deren hohen Stellenwert und bietet für Evonik überdurchschnittliches Wachstumspotenzial.

Den Footprint verringern will der Konzern mit einer deutlichen Reduktion von direkten und indirekten Treibhausgasemissionen der eigenen Produktions- und Verarbeitungsprozesse. Auch über die Investitionen in Next Generation Technologies sollen die Scope-1- und Scope-2-Emissionen um 25 Prozent gesenkt werden: von aktuell 6,5 Millionen Tonnen auf 4,9 Millionen Tonnen im Jahr 2030. Dieses Ziel ist voll im Einklang mit den Vorgaben der Organisation „Science-Based-Targets (SBTi)“, zu denen sich Evonik verpflichtet hat. Gleichzeitig sind die Investitionen in Nachhaltigkeit profitabel: Mit den 700 Millionen Euro Investitionen in Next Generation Technologies reduziert Evonik etwa bis zum Jahr 2030 die operativen Kosten um mehr als 100 Millionen Euro pro Jahr.

Der neu aufgestellte Bereich Research, Development & Innovation wird Nachhaltigkeit ebenfalls fest in der Steuerung der Forschungsaktivitäten verankern. „Bei unseren RD&I-Zielen sind wir voll auf Kurs, um bis 2025 zusätzlich mehr als eine Milliarde Euro Umsatz aus den Innovation Growth Fields zu generieren“, sagt Innovationsvorstand Harald Schwager. „Unsere Innovationskraft ist ein entscheidender Hebel für unser grünes und profitables Wachstum.“

Unterstützt werden die Ambitionen von Evonik durch die Venture-Capital-Einheit des Konzerns. Mit einem neuen Sustainability Tech Fund, der ein Gesamtinvestitionsvolumen von 150 Millionen Euro umfasst, werden die Nachhaltigkeitsziele auch über Investitionen in innovative Technologien und Geschäftsmodelle gestärkt. Neue Technologien zur Reduktion von Emissionen stehen dabei ebenso im Fokus wie Innovationen, die technologisch die Next Generation Solutions ergänzen.

Im Rahmen der strategischen Transformation hat Evonik auch die mittelfristigen Finanzziele überprüft. „Wir bestätigen auch im aktuell herausfordernden Umfeld unsere zentralen Ziele: die Ebitda-Marge von 18 bis 20 %, die Cash Conversion Rate von mehr als 40 % und den ROCE von etwa elf Prozent“, sagt Finanzvorstand Ute Wolf. Beim Umsatzwachstum peilt Evonik nun – im Einklang mit der vollen Ausrichtung auf wachstumsstarke und weniger zyklische Spezialchemie - ein organisches Wachstum von im Durchschnitt mehr als vier Prozent an. Bisher lag das Ziel hier bei mehr als drei Prozent Volumenwachstum. Das jährliche Budget für Investitionsauszahlungen erhöht sich durch die Investitionen in Next Generation Technologies zur Einsparung von CO2-Emissionen von aktuell etwa 900 Millionen Euro sukzessive im Laufe der nächsten Jahre auf einen Wert zwischen 900 Millionen bis eine Milliarde Euro.

Zusätzlich zu den Finanzzielen sollen ab dem nächsten Jahr nun auch die aktualisierten Nachhaltigkeitsziele zum Hand- und Footprint in die langfristige Vergütungskomponente des Vorstands integriert werden.

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