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Neue Produktionsweise

Evonik investiert in dänisches Wasserstoffperoxid-Start-up

| Redakteur: Tobias Hüser

Im Mittelpunkt des HP Now-Systems steht ein modularer Generator, in dem mithilfe eines elektrochemischen Prozesses in einer katalytischen Zelle aus Wasser und Sauerstoff in einem Schritt Wasserstoffperoxid hergestellt wird. Das Bild zeigt Versuche in Israel.
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Im Mittelpunkt des HP Now-Systems steht ein modularer Generator, in dem mithilfe eines elektrochemischen Prozesses in einer katalytischen Zelle aus Wasser und Sauerstoff in einem Schritt Wasserstoffperoxid hergestellt wird. Das Bild zeigt Versuche in Israel. (Bild: HP Now)

Evonik beteiligt sich über seine Venture-Capital-Einheit an dem Start-up HP Now und hält nun einen Minderheitsanteil an dem dänischen Unternehmen. HP Now hat eine Technologie entwickelt, mit der in einem vollautomatischen System unter Verwendung von Wasser, Luft und elektrischem Strom Wasserstoffperoxid (H2O2) hergestellt werden kann.

Essen, Kopenhagen/Dänemark – Die Technologie von HP Now erlaubt es, H2O2 künftig auch in geringen Konzentrationen, nach Bedarf und direkt am vorgesehenen Einsatzort zu produzieren. Dabei werden nur elektrischer Strom, Wasser und Luft eingesetzt. Im Mittelpunkt des Systems steht ein modularer Generator, in dem mithilfe eines elektrochemischen Prozesses in einer katalytischen Zelle aus Wasser und Sauerstoff in einem Schritt Wasserstoffperoxid hergestellt wird. „Diese patentierte Technologie bietet die Möglichkeit einer bedarfsgerechten und kosteneffizienten Versorgung mit Wasserstoffperoxid direkt beim Kunden“, sagt Michael Träxler, Leiter des Geschäftsgebiets Active Oxygens bei Evonik.

Mit einer Jahreskapazität von über 950.000 Jahrestonnen und 13 Produktionsstätten gehört Evonik zu den größten Produzenten von Wasserstoffperoxid weltweit. Die Technologie von HP Now ermöglicht künftig die Nutzung von H2O2 in Anwendungen, in denen Transport und Lagerung den Einsatz des Stoffes bislang einschränkten, zum Beispiel in verschiedenen Bereichen der Landwirtschaft.Das dänische Start-up will mit dem Kapital zunächst die Entwicklung und Kommerzialisierung seiner Technologie weiter vorantreiben.

Die Transaktion erfolgte im Rahmen einer Series-A-Finanzierung. Über die Höhe des Engagements wurde Stillschweigen vereinbart. Evonik wird künftig mit einem Sitz im Aufsichtsrat der Firma vertreten sein. „HP Now kann der elektrochemischen Produktion von Wasserstoffperoxid zum Durchbruch verhelfen“, sagt Bernhard Mohr, Leiter Venture Capital bei Evonik.

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