Energiemanagement Evonik Industries erhält internationalen Energy Efficiency Award 2009

Autor / Redakteur: Steffen Joest, Dr. Martin Streibel / Anke Geipel-Kern

Evonik Industries installierte in seiner Chemiesparte ein konzernweites Energiemanagement, mit dem die Standorte des Unternehmens 25 Prozent Energie einsparen können. Jetzt hat die Deutsche Energie-Agentur das Konzept mit dem Energy Efficiency Award 2009 prämiert.

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Die Deutsche Energie-Agentur (dena) zeichnet im Rahmen der Initiative Energieeffizienz und in Kooperation mit der Deutschen Messe Unternehmen aus, die herausragende Projekte zur Steigerung der Energieeffizienz umgesetzt haben. In diesem Jahr bekam das Geschäftsfeld Chemie der Evonik Industries den Energie Efficiency Award 2009 für die Umsetzung eines eigenen, konzernweiten Energiemanagementsystem. Heute können die beteiligten Standorte bis zu 25 Prozent der bisherigen Jahresenergiekosten einsparen. Eine im Rahmen des Energiemanagements entwickelte Effizienzmaßnahme: Durch die Optimierung der thermischen Nachverbrennungsanlage an einem deutschen Produktionsstandort konnten die Energiekosten um mehr als 70 Prozent gesenkt werden (s.u.).

Mit der Entwicklung und Umsetzung des sogenannten EEM-Prozesses (Effizientes Energie-Management) im Geschäftsfeld Chemie ist das Unternehmen einen entscheidenden Schritt in Richtung Energieef-fizienz und schonende Ressourcennutzung gegangen. Wurden energetische Optimierungen vormals überwiegend eigenständig von den Produktionsstandorten bearbeitet, bietet EEM jetzt die Möglichkeit, das Know-how in Sachen Energieeffizienz unternehmensweit zur Verfügung zu stellen, zu übertragen und weiter zu verbessern.

Fragebogen ermittelt Optimierungspotenzial

Zu einer ersten Ermittlung des Einsparpotenzials dient der im Unternehmen entwickelte „EEM-Quick-Check“: Es handelt sich dabei um einen Fragebogen, der auf Grundlage der bisherigen Erfahrungen erste Hinweise auf mögliche Optimierungspotenziale liefert. Auf dieser Basis werden interdisziplinäre Expertenteams gebildet, welche die identifizierten Prozesse in der Energieerzeugung, -verteilung sowie -nutzung analysieren und Maßnahmenvorschläge erarbeiten.

Die energetischen Potenziale ermitteln die Teams häufig über Verlustbetrachtungen und energetische Bilanzierungen. Bei Bedarf bereiten sie die vorhandenen energetischen Daten mithilfe geeigneter Analyseverfahren weiter auf, beispielsweise mit der „Pinch-Analyse“, die im Vergleich zum reinen Energie- und Stoffstrommanagement auch thermodynamische beziehungsweise chemische Gesetzmäßigkeiten berücksichtigt. Die Optimierungsvorschläge werden hinsichtlich ihres Einsparpotenzials und ihrer Wirtschaftlichkeit bewertet und, wenn die Zahlen positiv ausfallen, anschließend umgesetzt.

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