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Hohlfaserspinnanlage Evonik eröffnet neue Membranproduktion in Österreich

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Evonik Industries hat an seinem österreichischen Standort in Schörfling eine weitere Membranproduktion eröffnet. Die neue Hohlfaserspinnanlage produziert Membranmodule für die effiziente Stickstoffgewinnung und für Prozessgase.

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Evonik baut das Portfolio an Membranprodukten der Marke Sepuran aus.
Evonik baut das Portfolio an Membranprodukten der Marke Sepuran aus.
(Bild: Evonik)

Essen, Schörfling/Österreich – Evonik hat einen mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag für die Standorterweiterung in Österreich investiert. Neben der neuen Hohlfaserspinnanlage entstanden zusätzliche Räume für Technologieentwicklung, Anwendungstechnik, Membrantestung und Qualitätssicherung. Mehr als 30 neue Arbeitsplätze in der Produktion und Verwaltung wurden zudem geschaffen. Derzeit produziert das Unternehmen in Schörfling Gasseparationsmodule vor allem für den Biogasmarkt und die Helium-Gewinnung. Die neue Hohlfaserspinnanlage verdoppelt die vorhandenen Produktionskapazitäten für Sepuran Membranen.

In Lenzing nah am Standort Schörfling wird das Ausgangsmaterial - der Hochleistungskunststoff Polyimid - hergestellt, der in Schörfling versponnen und dann weiter verarbeitet wird. Im Zuge der Standorterweiterung wird auch die Infrastruktur in Lenzing entsprechend ausgebaut. Mittels der SepuranMembranen gelingt es, Gase wie Methan, Stickstoff oder Wasserstoff besonders effizient aus Gasgemischen abzutrennen. Der Kern des Trennverfahrens besteht in den Hohlfasermembranen aus Hochleistungskunststoff, die sehr druck- und temperaturbeständig sind und sich auf Kundenbedürfnisse anpassen lassen. Die Vorteile der Membrantechnologie von Evonik für die Gasseparation liegen in der präziseren Trennung der Gase beziehungsweise in der größeren Produktivität.

Die Sepuran-Produktfamilie

Die Sepuran-Produktfamilie des Segments Resource Efficiency von Evonik umfasst Membranen zur Biogasaufbereitung, Stickstoffgewinnung sowie zur Helium- und Wasserstoffaufbereitung. Innerhalb des Segments entwickelt und produziert das Geschäftsgebiet High Performance Polymers seit mehr als 50 Jahren Hochleistungskunststoffe, die ressourceneffiziente Neuentwicklungen in den unterschiedlichsten Bereichen ermöglichen.

Im Jahr 2011 wurden Sepuran Green Membranen zur Biogasaufbereitung erfolgreich in den Markt eingeführt und bereits in mehr als 100 Biogasaufbereitungsanlagen weltweit installiert. Seitdem wird die Membrantechnologie stets weiterentwickelt; inzwischen erweitert Sepuran Noble Membran zur Helium- und Wasserstoffaufbereitung die Produktpalette. Für den Helium- und Wasserstoffmarkt rechnet Evonik in den kommenden Jahren mit einem Wachstum im unteren zweistelligen Prozentbereich.

2016 haben darüber hinaus das Spezialchemieunternehmen und der Technologiekonzern Linde ihre Zusammenarbeit im Gasseparationsmarkt mit Membranen gestärkt. Im August vergangenen Jahres ist aus der Partnerschaft eine Referenzanlage zur Heliumaufbereitung im kanadischen Mankota in Betrieb gegangen, die beide Trennverfahren, die Membran- und die Druckwechseladsorptions-Technik, kombiniert – die weltweit erste dieser Art. Die neue Anlage verarbeitet mehr als 250.000 Normkubikmeter Rohgas pro Tag und produziert Helium in Industriequalität (99,999%). Die neue Hohlfasermembran zur effizienten Stickstoffgewinnung - Sepuran N2 – ergänzt das Membranangebot seit Anfang 2016.

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