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Erweiterungsmaßnahmen Evonik baut Kapazitäten für PMI-Schäume in den USA aus

| Redakteur: Alexander Stark

Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Leichtbaumaterialen für Spezialanwendungen baut Evonik seine Produktion von geschlossenzelligen Hochleistungshartschäumen der Marke Rohacell am Standort Mobile in den USA aus.

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Die Produktionserweiterung von Rohacell in Mobile umfasst die Errichtung einer weiteren Produktionshalle.
Die Produktionserweiterung von Rohacell in Mobile umfasst die Errichtung einer weiteren Produktionshalle.
(Bild: Evonik)

Mobile/USA — Mit einer umfassenden Investition will das Spezialchemieunternehmen Evonik seine Jahreskapazitäten für die hochtemperaturbeständigen Polymethacrylimid-Schäume (PMI) der Marke Rohacell in Nordamerika signifikant erhöhen. Die Fertigstellung der dafür eingeplanten Produktionserweiterung am Standort Mobile ist für das vierte Quartal 2020 geplant. Das Unternehmen will damit sicherstellen, dass es auch langfristig die steigende Nachfrage nach PMI-basierten Hochleistungshartschäumen in Nordamerika bedienen kann.

Die Produktionserweiterung von Rohacell in Mobile umfasst die Errichtung einer weiteren Produktionshalle. Darüber hinaus soll in der neuen Betriebsstätte die gesamte Versandlogistik gebündelt werden. Das Unternehmen hat mit dem Produkt im Jahr 2008 den Sprung über den Atlantik gewagt und die Produktion von hochtemperaturbeständigen Polymethacrylimid-Schäumen in Mobile eröffnet.

Insbesondere aus der Luft- und Raumfahrtindustrie oder dem Elektroniksektor verzeichnet der Hersteller seit Jahren global anhaltend hohe Nachfrage nach seinen Hochleistungsschäumen. Vor zwei Jahren hat Evonik seine Rohacell-Produktion in Deutschland bereits um 20 % gesteigert.

Rohacell ist ein steifer Strukturschaumstoff aus Polymethacrylimid, der bei der Konstruktion und der Herstellung von Sandwichbauteilen in der Luftfahrt, bei Automobilen, Schiffen, in Sportausrüstung, in Elektronik und der Medizintechnologie zum Einsatz kommt. Der extrem leichte Schaumstoff hält hohen Temperaturen und hohem Druck stand und ist daher ideal als Kernmaterial für Composite-Bauteile geeignet. Da sich die Bauteile dadurch schnell und effizient produzieren lassen, reduzieren sich auch die Produktionszeiten und –kosten für den Hersteller. Darüber hinaus ermöglichen die Vorteile des Leichtbaumaterials Energieeinsparungen über die gesamte Lebensdauer.

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