Newsticker Juni: Aktuelles aus der Prozessindustrie Feuer in Kölner Chemiewerk

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Im ständig aktuellen News-Ticker fasst die PROCESS-Redaktion das Geschehen in der Branche kompakt zusammen. Ob Chemie-, Pharma-, oder Lebensmittelindustrie, alle verfahrenstechnischen Themen werden – ebenso wie politische und wirtschaftliche Nachrichten zur Prozessindustrie – zusammengefasst.

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(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

18.06.2021

Köln (dpa/lnw) *07:57 Uhr – Feuer in Kölner Chemiewerk

In einem Kölner Chemiewerk hat es in der Nacht zum Freitag gebrannt. An einer Rohrleitung sei Flüssiggas ausgetreten, sagte Martin Halama, Geschäftsführer der Deutschen Infineum. Die Werkfeuerwehr habe die Berufsfeuerwehr eingeschaltet. Es sei niemand verletzt worden.

Letztlich habe man die Leitung abgesperrt, den Inhalt kontrolliert abbrennen lassen und die Umgebung mit Wasser geschützt. Die Brandursache sei noch unklar. «Wir müssen jetzt schauen, was da ist.» Eine Gefahr für die Bevölkerung habe zu keinem Zeitpunkt bestanden. Das Werk liegt in einem großen Gewerbegebiet.

Der Verkehr auf der nahen Autobahn 1 habe nicht unterbrochen werden müssen. Die Schadenshöhe könne noch nicht beziffert werden. Das hänge auch davon ab, ob nur eine Leitung betroffen sei, oder benachbarte Rohrleitungen auch etwas abbekommen hätten. Der Schaden sei aber nicht massiv. Die Produktion des Werks sei vorsorglich unterbrochen worden. Das Unternehmen stellt Schmiermittel-Additive für Motorenöle her.

17.06.2021

Washington (dpa) *18:28 Uhr – USA investieren 3,2 Milliarden in Entwicklung antiviraler Medikamente

Die USA wollen 3,2 Milliarden US-Dollar (etwa 2,6 Milliarden Euro) in die Entdeckung und Entwicklung antiviraler Medikamente zur Behandlung der durch das Coronavirus ausgelösten Krankheit Covid-19 investieren. Der US-Immunologe Anthony Fauci stellte die Pläne am Donnerstag bei einem Briefing der Corona-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses in Washington vor.

Das «Antivirale Programm für Pandemien» bringe führende Wissenschaftler aus der akademischen Forschung und der Industrie zusammen, um die Entwicklung neuer antiviraler Medikamente zu beschleunigen. Pharmaunternehmen wie Pfizer, Roche oder Merck arbeiteten bereits an solchen Substanzen, sagte Fauci. Finanziert werden soll das Programm mit Mitteln aus dem «amerikanischen Rettungsplan», einem billionenschweren Maßnahmenbündel, das der Kongress im März verabschiedet hatte.

Antivirale Medikamente stellten auch eine weitere «Verteidigungslinie» gegen besorgniserregende Varianten und künftige Bedrohungen durch Viren mit «pandemischem Potenzial» dar, führte Fauci fort. Für viele solche Viren gebe es noch immer nur wenige Behandlungsmöglichkeiten. Fauci nannte als Beispiele die Familien der Filoviren, zu der etwa das Ebolavirus zählt, oder der Flaviviren, zu der das Dengue-, das Westnil- und das Zikavirus gehören.

Während in der Corona-Pandemie im Rekordtempo gleich mehrere Impfstoffe zugelassen wurden, fehlt noch immer ein Mittel, das das Virus spezifisch bekämpft. Bei Klinik-Patienten wird bislang vor allem das entzündungshemmende und lange bekannte Kortikoid Dexamethason eingesetzt. Es soll eine überschießende Immunreaktion bremsen, die bei Covid häufig auftritt. In Deutschland gehört es zu den in der nationalen Leitlinie empfohlenen Medikamenten zur stationären Therapie von Covid-Patienten.

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