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Milliarden-Projekt in Russland Eurochem eröffnet größte einsträngige Ammoniak-Anlage in Europa

Redakteur: MA Alexander Stark

Eurochem hat eine neue Produktionsanlage für Ammoniak in Kingisepp, Russland, eröffnet. Das Werk hat mit einer Million Tonnen pro Jahr die größte einsträngige Produktionskapazität für Ammoniak in Europa.

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Die neue Düngemittelanlage hat eine Kapazität von 2890 Tonnen Ammoniak am Tag.
Die neue Düngemittelanlage hat eine Kapazität von 2890 Tonnen Ammoniak am Tag.
(Bild: Eurochem)

Zug/Schweiz - In den letzten drei Jahren hat Eurochem rund 885 Millionen Euro (eine Milliarde Dollar) in den Aufbau seines neuen Werks in Kingisepp investiert. Das Projekt mit der Bezeichnung Eurochem Northwest verfügt über eine Auslegungsleistung von 2890 Tonnen am Tag und soll dem Unternehmen die Selbstversorgung in einem wichtigen Bereich der Düngemittelproduktion ermöglichen. Der Hersteller wird das dort produzierte Ammoniak an seine Düngemittelproduktionsanlagen in Antwerpen/Belgien, Lifosa/Litauen und an Phosphorit, die angrenzende Phosphatdüngemittelanlage des Konzerns in Kingisepp, liefern. Etwa 25 % der Gesamtproduktion werden an Dritte verkauft. Dies soll den Abnehmern eine kostengünstigere Versorgung mit Ammoniak ermöglichen. Die unmittelbare Nähe zu den bestehenden Bahn- und Transporteinrichtungen des Konzerns ist darauf ausgerichtet, den einfachen Transport des Ammoniaks zu den Produktionsstätten und den Weltmärkten zu gewährleisten.

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Die Maire Tecnimont Tochtergesellschaften Tecnimont und Tecnimont Russia OOO, wurden mit der Planung, Beschaffung und dem Bau der Anlage beauftragt. Die Anlage verfügt über die neueste Produktionstechnologie, einschließlich des KBR-eigenen Purifier Ammonia-Prozesses.

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Das Werk wurde auf einer Industriebrache errichtet, und es wurde darauf geachtet, negative Auswirkungen auf die Umgebung zu vermeiden, erklärte das Unternehmen. Es verfügt über ein geschlossenes Wasserrecycling-System, um Abwassereinleitungen in den nahegelegenen Luga River zu verhindern, der im Finnischen Meerbusen in die Ostsee mündet.

Zu Beginn der Bauzeit im Jahr 2016 waren mehr als 5000 Menschen am Bau der Anlage beteiligt.

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