Richtlinie Erneuerbare Energien EU-Ministerrat verpflichtet Hersteller zu mehr Bio im Benzin

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Der EU-Energieministerrat hat seine Position zu der Neufassung der Richtlinie Erneuerbare Energien beschlossen. Kernpunkt des Beschlusses ist die Anhebung des Mindestanteils Erneuerbarer Energien am Kraftstoffverbrauch im Verkehr von 10 % im Jahr 2020 auf 14 % im Jahr 2030.

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Der Mindestanteil Erneuerbarer Energien am Kraftstoffverbrauch im Verkehr soll auf 14 % steigen.
Der Mindestanteil Erneuerbarer Energien am Kraftstoffverbrauch im Verkehr soll auf 14 % steigen.
(Bild: BDBE)

Berlin – Zur Förderung von Biokraftstoffen aus Abfällen und Reststoffen muss bis 2030 der Mindestanteil aus diesen Quellen auf 3 % ansteigen. Diese Biokraftstoffe sollen auf die Erfüllung des Mindestanteils von 14 % doppelt angerechnet werden können. Die geltende Obergrenze von 7 % für Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse soll bis 2030 beibehalten werden.

Der Beschluss des EU-Energieministerrats über die Neufassung der Richtlinie Erneuerbare Energien sei ein Schritt in die richtige Richtung, so Norbert Schindler, Vorsitzender des Bundesverbands der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBE): „Der beschlossene Mindestanteil von 14 % Erneuerbarer Energien am Kraftstoffverbrauch ist die Weichenstellung für eine deutliche Senkung der CO2-Emissionen des Verkehrs. Negativ ist jedoch die vorgesehene Doppelanrechnung von Biokraftstoffen aus Abfällen und Reststoffen. Dadurch werden keine CO2-Emissionen vermindert.“

Schindler wies daraufhin, dass durch die Beimischung von Bioethanol in den Benzinsorten Super, Super E10 und Super Plus die CO2-Emissionen effizient und kostengünstig gesenkt werden. Bioethanol hat amtlich festgestellt im Jahr 2016 die CO2-Emissionen gegenüber fossilem Benzin um 75 % gesenkt. Schindler forderte, die in Deutschland derzeit geltende Pflicht, die CO2-Emissionen aller Kraftstoffe um 4 % zu senken, deutlich zu verschärfen. Nur so könnten die CO2-Emissionen des Verkehrs weiter verringert werden. Die erst ab 2020 geltende Pflicht zur CO2-Minderung um 6 % müsse auf das Jahr 2018 vorgezogen und ab 2020 auf 8 % angehoben werden.

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