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REACH

Erste Erfolge für REACH

24.10.2008 | Redakteur: Olaf Spörkel

Das Umweltbundesamt informiert über REACH.
Das Umweltbundesamt informiert über REACH.

Seit neuestem gelten für Unternehmen Auskunftspflichten über Stoffe mit besonderen Gefahren für Mensch und Umwelt. Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) hat eine Liste der besonders besorgniserregenden Stoffe veröffentlicht.

Dessau-Roßlau - Die europäische Chemikalienverordnung REACH verpflichtet Unternehmen ihre gewerblichen Kunden zu informieren, falls in ihren Erzeugnissen eine in der Liste identifizierte Chemikalie mit mehr als 0,1 Prozent enthalten ist. Zu den Substanzen auf der Liste zählen krebserzeugende, erbgutverändernde oder fortpflanzungsgefährdende Stoffe sowie persistente, bioakkumulierende und toxische Stoffe (PBT-Stoffe).

Für besonders besorgniserregende Stoffe sieht REACH eine Zulassungspflicht vor. Das soll dazu führen, dass die Hersteller schrittweise weniger problematische Alternativstoffe oder -technologien einsetzen. Zwar bedeutet die Veröffentlichung in der Liste für eine Chemikalie nur die Anerkennung als besonders besorgniserregend und ist nicht gleichbedeutend mit einer Zulassungspflicht. Es ist jedoch der erste Schritt dorthin. Den Grundstein dafür haben die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) gelegt. Sie haben die Vorschläge für die Aufnahme in die Kandidatenliste erarbeitet.

Das Umweltbundesamt (UBA) schlug als ersten Stoff für die Kandidatenliste Anthrazen vor. Anthrazen ist ein PBT-Stoff und wird wegen seiner schädlichen Wirkungen in Gewässern in der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie als „prioritär gefährlicher Stoff“ geführt. Weitere besonders besorgniserregende Stoffe sind zum Beispiel die Weichmacher (Phthalate) Diethylhexyl (DEHP), Dibutyl (DBP) und Bezylbutyl (BBP) sowie das bromierte Flammschutzmittel Hexabromcyclododecan (HBCD), das in vielen Untersuchungen in der Umwelt und im menschlichen Blut nachgewiesen wurde.

Die EU-Mitgliedstaaten und die ECHA arbeiten an neuen Vorschlägen für die Liste. Das UBA beteiligt sich weiter daran. Einen Schwerpunkt stellen dabei PBT-Stoffe, für Gewässer relevante Chemikalien und Stoffe mit Wirkungen auf das Hormonsystem dar.

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