Ingenieurlücke Entgegen der saisonalen Abkühlung am Arbeitsmarkt ist die Ingenieurlücke gestiegen

Redakteur: M.A. Manja Wühr

Im Wintermonat Dezember herrscht in der Regel eine angespannte Arbeitsmarktsituation. Diesem Trend zum Trotz hat die Ingenieurarbeitslosigkeit in Deutschland einen neuen Tiefstand reicht. Die Ingenieurlücke hingegen so groß wie noch nie. Zahlen und Einschätzungen lesen Sie hier.

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Die Zahl der offenen Ingenieursstellen stieg im Dezember 2011 auf 98 300. (Bild: Thomas Ernsting/LAIF)
Die Zahl der offenen Ingenieursstellen stieg im Dezember 2011 auf 98 300. (Bild: Thomas Ernsting/LAIF)

Düsseldorf – Die Zahl der arbeitslosen Ingenieure ist im Dezember 2011 auf 18 273 Personen gesunken. Gleichzeitig stieg die Zahl der offenen Stellen auf 98 300. Damit ergibt sich mit 80 400 die größte Ingenieurlücke, die seit Beginn der Aufzeichnungen im August 2000 gemessen wurde. „Dass die Arbeitslosenzahl sinkt und die Zahl der offenen Stellen steigt, ist untypisch für einen Dezember. Bleibt die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland stabil, ist damit zu rechnen, dass sich die Ingenieurengpässe mit der Frühjahrsbelebung weiter verschärfen werden“, kommentiert IW-Geschäftsführer Hans-Peter Klös die Daten des aktuellen VDI-/IW-Ingenieurmonitor.

„Nicht nur die Wirtschaft, sondern auch Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind in zunehmendem Maße von Ingenieurengpässen betroffen“, so VDI-Direktor Dr. Willi Fuchs. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) sieht laut VDI in von ihr geförderten Projekten bereits heute volle Stellen für Doktoranden im Ingenieurbereich vor. In allen anderen Bereichen fördert sie maximal 75-Prozent-Stellen.

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