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Forschungsforum Energiewende Energiewende braucht die gesamte Gesellschaft

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Wie sollte die Energieforschung in den kommenden Jahrzehnten ausgerichtet werden? Was sind die drängendsten Fragen an die Wissenschaft und wo kann sie neue Perspektiven eröffnen? Darüber diskutierten rund 300 Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik beim „Agendakongress“ des Forschungsforums Energiewende im Humboldt-Carre in Berlin.

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„Die deutsche Forschung muss sich mit ihrer exzellenten Expertise in die Ausgestaltung der Energiewende mit ganzer Kraft einbringen“, so Bundesforschungsministerin Johanna Wanka in ihrer Eröffnungsrede beim „Agendakongress“ des Forschungsforums Energiewende.
„Die deutsche Forschung muss sich mit ihrer exzellenten Expertise in die Ausgestaltung der Energiewende mit ganzer Kraft einbringen“, so Bundesforschungsministerin Johanna Wanka in ihrer Eröffnungsrede beim „Agendakongress“ des Forschungsforums Energiewende.
(Bild: BMBF)

Berlin – Die Veranstaltung ist Teil eines breitangelegten gesellschaftlichen Dialogs im Forschungsforum Energiewende, den das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) angestoßen hat. Der Erfolg der Energiewende hängt entscheidend davon ab, dass der Umbau der Energieversorgung von allen gesellschaftlichen Gruppen mitgetragen und mitgestaltet wird.

„Die deutsche Forschung muss sich mit ihrer exzellenten Expertise in die Ausgestaltung der Energiewende mit ganzer Kraft einbringen“, so Bundesforschungsministerin Johanna Wanka in ihrer Eröffnungsrede. “Die Identifizierung langfristiger Forschungsthemen, die für die Energiewende von Bedeutung sind, ist aber nicht nur Aufgabe der Wissenschaft. Ich freue mich, dass sich mit dem Agendakongress auch Wirtschaft, Bürgergesellschaft und die Fachpolitik aus Bund und Ländern in den Prozess einbringen.“

Themen der Vorträge und Diskussionen waren u.a. intelligente und flexible Netze und Speichertechnologien, mit denen sich energieintensive Industrieprozesse an ein schwankendes Stromangebot aus Wind und Photovoltaik anpassen lassen. Mit „Power-to-X“, wird die Fragestellung beschrieben, was mit überschüssigen Strom in Zukunft geschehen könnte: Welche Lösungen gibt es, um erneuerbare Energien in Wasserstoff oder Methan (Power-to-Gas), Wärme (Power-to-Heat) oder Basischemikalien (Power-to-Chemicals) umzuwandeln? Zu den Diskussionsthemen gehörte auch, wie die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen ausgestaltet werden müssen, um neue Technologien erfolgreich in das Energiesystem einzubinden.

Ergebnisse fließen in Forschungsagenda ein

Die Ergebnisse des Agendakongresses fließen in die „Strategische Forschungsagenda Energiewende“ ein. Sie steht am Ende des Dialogprozesses, in dem Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft gemeinsam langfristige Schwerpunkte einer konsequent auf die Energiewende ausgerichteten Forschung formulieren. Mit der strategischen Forschungsagenda wird das Energieforschungsprogramm der Bundesregierung weiterentwickelt.

Die Erarbeitung der Strategischen Forschungsagenda wird von der Geschäftsstelle des Forschungsforums Energiewende koordiniert, die von der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (Acatech), dem Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) und der Max-Planck-Gesellschaft getragen wird. Über das Akademienprojekt „Energiesysteme der Zukunft“ von Acatech, der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften hat sich die Wissenschaft bereits im Vorfeld mit konkreten Vorschlägen für Projekte zur Entwicklung von Schlüsseltechnologien eingebracht.

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