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VCI begrüßt EEG-Reform Energiewende am Scheideweg: ‚Weiter so‘ könne sich Deutschland nicht leisten

Redakteur: Dominik Stephan

Deutschlands Chemie-Industrie mahnt mehr Wettbewerb und niedrigere Kosten auf dem Energiemarkt an. Die vereinbarte EEG-Reform könne ein „erster Schritt“ sein, erklärte VCI-Hauptgeschäftsführer Tillmann. Immerhin sei das bisherige Konzept an seine Grenzen gestoßen.

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“Bisher wurden erneuerbare Energien in Deutschland ohne Rücksicht auf Kosten, Versorgungssicherheit und Netzausbau vorangetrieben. Ein ‚Weiter so‘ kann sich Deutschland nicht leisten“, betont VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann.
“Bisher wurden erneuerbare Energien in Deutschland ohne Rücksicht auf Kosten, Versorgungssicherheit und Netzausbau vorangetrieben. Ein ‚Weiter so‘ kann sich Deutschland nicht leisten“, betont VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann.
(Bild: Verband der Chemischen Industrie e.V.)

Frankfurt – Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) sieht in den gestern zwischen Bundesregierung und Bundesländern vereinbarten Eckpunkten zur EEG-Reform einen ersten Schritt für mehr Effizienz in der Energiewende. VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann sagte: „Die Länder haben sich kompromissbereit gezeigt und die Reformpläne der Bundesregierung nicht blockiert. Die beschlossene Ausschreibung neuer Kapazitäten ist eine Minimalanforderung, um den weiteren Verlauf der Energiewende effizienter zu steuern. Bisher wurden erneuerbare Energien in Deutschland ohne Rücksicht auf Kosten, Versorgungssicherheit und Netzausbau vorangetrieben. Ein ‚Weiter so‘ kann sich Deutschland nicht leisten.“

Tillmann erläuterte, die Ausschreibungen zielten genau auf die Ausbauhöhe ab, die sich Deutschland für 2025 vorgenommen hat. Dies biete die Chance auf mehr Wettbewerb und niedrigere Kosten, auch wenn die gestrige Einigung höhere Ausbaumengen für Windenergie beinhalte als ursprünglich geplant. „Es geht nicht darum, die Energiewende zu bremsen sondern das ungezügelte Kostenwachstum. Dazu sollte die Politik die bisherigen Ausbauziele konsequent verfolgen. Die bisherige Förderung von Erneuerbaren habe über die Umlage zu erheblichen Kosten für die deutsche Volkswirtschaft geführt, erklärte Tillmann.

“Bund und Länder sollten nun die Gelegenheit nutzen, die Energiewende nachhaltiger aufzustellen“, sagte der VCI-Hauptgeschäftsführer. Langfristig müsse darüber nachgedacht werden, ein gesamtgesellschaftliches Projekt wie die Energiewende auf eine andere Finanzierungsgrundlage zu stellen: „Spätestens in der kommenden Legislaturperiode wird die Politik das Thema Finanzierung angehen müssen“, sagte Tillmann abschließend.

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