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Tipps und Tricks

Energiemanagement ja, aber wie?

| Redakteur: Anke Geipel-Kern

Ein großes oder ein kleines Energiemanagementsystem, Spitzenausgleichseffizienzverordnung oder ISO 50001 – Wenn Sie im Unternehmen vor diesen Fragen stehen, dann sollten Sie sich den Vortrag des Tüv Süd-Experten Christian Matt vormerken. Er bringt Licht in den Begriffsdschungel.

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Dipl.-Ing. Christian Matt, Leiter Kompetenzzentrum Energieeffizienz, TÜV SÜD Industrie Service
Dipl.-Ing. Christian Matt, Leiter Kompetenzzentrum Energieeffizienz, TÜV SÜD Industrie Service
(Bild: Tüv Süd)

Energieeffizienz wird zunehmend zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Weil Energiekosten meist einen großen Teil der Betriebskosten ausmachen, lohnt es, die Fertigungsprozesse kontinuierlich zu optimieren. Zudem macht die Bundesregierung Steuerrückerstattungen und EEG-Umlageerleichterungen von der Einführung von Energiemanagementsystemen abhängig. Dazu müssen große Unternehmen ein zertifiziertes Energiemanagement (ISO 50001) haben oder einführen. Für kleine Unternehmen gibt es die Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung (SpaEfV), in deren Rahmen diese kleinen Unternehmen „kleine“ Energiemanagementsysteme einführen sollen. Damit soll Bewusstsein über den Energieverbrauch geschaffen und der Gesamtenergieverbrauch der Industrie kontinuierlich gesenkt werden.

Was müssen Sie erfüllen?

Mit der ISO 50001 oder der SpaEfV existieren Vorgaben, die als Leitfäden dienen. Die ISO 50001 enthält die strukturellen Voraussetzungen für Implementierung eines Energiemanagementsystems. Die SpaEfV gibt verschiedene Herangehensweisen vor. Energiemanager in Unternehmen stehen vor der Herausforderung, diese richtig zu interpretieren und umzusetzen. Die Entscheidung entweder für die SpaEfV oder für die ISO 50001 ist Voraussetzung, um steuerliche Vorteile zu erhalten. TÜV SÜD-Experten zeigen auf, was Unternehmen noch dieses Jahr erfüllen müssen und unterstützen bei der Umsetzung.

Was können Sie erreichen?

Bei Strom, Wärme und Druckluft zeigen TÜV SÜD-Erfahrungen, dass Energieeinsparpotenziale im Schnitt 15 bis 20 Prozent betragen. Bei detailliertem und systematischem Vorgehen lassen sich vielfach bis zu 30 Prozent und mehr erreichen. Die größten Effekte erzielt eine integrale Gesamtbetrachtung – vom Produktionsprozess, über die Infrastruktur bis zum Gebäude. Hinzu kommen eingesparte Steuern, wenn die Vorgaben der ISO 50001 oder der SpaEfV erfüllt werden.

Was können Sie selbst dazu beitragen?" Energieeffizienz ist ein kontinuierlicher Prozess, was bereits bei der Planung, beim Einkauf und bei der Beschaffung von Komponenten, Maschinen und Anlagen bedacht sein will. Das betrifft neben anlagetechnischen Wechselwirkungen auch Fördermöglichkeiten. Neben den Investitionskosten sollten Unternehmer die Lebenszykluskosten („Total cost of ownership“) stärker in den Fokus rücken.

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