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Studie: Energiekosten-Index Energiekosten steigen nach Mehrjahrestief wieder leicht an

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Nachdem die deutsche Industrie im Mai 2017 trotz steigender EEG-Umlage so wenig für Energie ausgeben musste wie nie zuvor seit Beginn der Berechnungen Anfang 2010, zeigt der Energiekosten-Index (EKI) nun wieder einen leichten Aufwärtstrend. Die Belastung der Industrie mit Energiekosten hat damit das Mehrjahrestief verlassen, liegt aber dennoch unter den Vorjahren.

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Der Energiekosten-Index für die Industrie wird regelmäßig aktualisiert und von der European Climate Foundation (ECF) in Kooperation mit dem Öko-Institut und dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) veröffentlicht.
Der Energiekosten-Index für die Industrie wird regelmäßig aktualisiert und von der European Climate Foundation (ECF) in Kooperation mit dem Öko-Institut und dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) veröffentlicht.
(Bild: gemeinfrei / CC0)

Berlin – Zwar liegt er noch immer um 5,6 % unter dem Stand des Vorjahresmonats Juli 2016, stieg jedoch in der Zeit von Mai bis Juli 2017 um 4,7 % an. Dies ergab die jüngste Auswertung des Index durch das Öko-Institut und das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) im Auftrag der European Climate Foundation.

Der EKI bildet die Belastung der deutschen Industrie mit Energiekosten ab. Dafür legen die Expertinnen und Experten aktuelle Energiepreis- und Konjunkturerhebungen sowie historischen Strukturdaten zugrunde. Der EKI zeigt die Energiekostensituation der Industrie auf monatlicher Basis, anders als die Statistikämter, die die entsprechenden Kosten auf jährlicher Basis und mit deutlicher zeitlicher Verzögerung ausweisen. In der amtlichen Statistik sind zudem nur Daten bis 2014 verfügbar. Der EKI repräsentiert die Kosten gemessen am Bruttoproduktionswert der Industrie (Energiestückkosten), also die relative Kostenbelastung.

Die sinkenden Energiestückkosten ergeben sich zunächst aus den seit Juli 2016 insgesamt um 2,4 % gesunkenen Energiekosten, die weiterhin auf sehr niedrigem Niveau und seit Anfang 2017 unter 2,5 Milliarden Euro monatlich liegen. Die absolute Energierechnung für die Öl- und Gasbeschaffung reduzierte sich um 13,1 %, die für Elektrizität und Kohleschaffung stiegen allerdings um 2,5 bzw. 26,4 %. Demgegenüber steht ein Anstieg der industriellen Produktion, deren Gesamtwert im Zeitraum Juli 2016 bis Juli 2017 um insgesamt 3,3 % zunahm.

Energiekosten für verschieden energieintensive Industrien

Gemessen am Produktionswert fielen die Kosten deutlich überdurchschnittlich in den hoch-energieintensiven Industrien – mit minus 10,7 %. In den Industrien mit der niedrigsten Energieintensität, sank der EKI dagegen gegenüber Juli 2016 um lediglich 0,9 %. Damit liegt die Energiekostenbelastung hier nur um etwa 11 % niedriger als im Jahr 2010. In den energieintensiven Industrien ist der EKI seitdem dagegen um 43 % gefallen. Ein Grund dafür liegt im besonders großen Anteil von Öl- und Gas am Energieverbrauch der energieintensiven Industrien sowie in der besonders niedrigen Belastung durch Steuern, Abgaben und Umlagen auf den Stromverbrauch dieser Sektoren.

Alles in allem machten die Energiekosten der deutschen Industrie im Juli 2017 etwa 1,6 % des Bruttoproduktionswerts aus (der Bruttoproduktionswert erfasst den Wert des gesamten Produktionsausstoßes der Industrie). Sie liegen damit um etwa 0,1 % unter dem Wert für Juli 2016. Im Jahr 2013 lag diese Quote noch bei 2,2 % und im Jahr 2010 bei 2,3 %. Bezogen auf die Wertschöpfung der Industrie lagen die Energiekosten der Industrie im Juli 2017 bei 6,1 % (die Vergleichswerte für 2013 und 2010 betragen 8,7 bzw. 8,8 %).

Hiergeht es zum Studie „EKI – Der Energiekostenindex für die deutsche Industrie. Bericht 7/2017“.

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