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Entlastung für energieintensive Unternehmen

Energieeffizienz – Wie Sie alle gesetzlichen Fristen einhalten

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„Die Unternehmen sollten jedoch unbedingt berücksichtigen, dass die tatsächlichen Meldefristen je nach Netzbetreiber leicht variieren können“, erklärt Arnold.

Event-Tipp der Redaktion Das von PROCESS organisierte Energy Excellence Forum am 10. Mai 2017 im Industriepark Höchst in Frankfurt am Main zeigt eine Vielzahl von technischen Konzepten und Lösungen zur Steigerung der Energieeffizienz auf. Welche Themen beim letztjährigen Energy Excellence Forum diskutiert wurden, lesen Sie in unserem Beitrag „Energiekosten sparen – wettbewerbsfähig bleiben“.

Der Stichtag für stromkostenintensive Unternehmen zur Beantragung der Besonderen Ausgleichsregelung nach EEG ist der 30. Juni 2017. Damit kann die EEG-Umlage für bestimmte Branchen auf 15 bzw. 20 % begrenzt werden, wenn die Stromkostenintensität über 14 bzw. über 20 % liegt. Dazu muss von den antragsberechtigten Unternehmen die Stromkostenintensität ermittelt und von einem Wirtschaftsprüfer testiert werden.

Ein frühzeitiger Antrag beschleunigt die Prüfung

Das Bafa kommt den Unternehmen entgegen und ermöglicht ihnen auch eine vorzeitige Beantragung. Dadurch wird das Verfahren entzerrt und beschleunigt. Laut Bafa erhält, wer bis zum 31. Mai seinen Antrag vollständig einreicht, nach Prüfung seines Antrages eine Vorabinformation über ein positives Prüfungsergebnis. Wer bis 15. Mai seinen Antrag vollständig einreicht, erhält eine qualifizierte Eingangsbestätigung. Das Bafa erlaubt den Unternehmen eine Nachbesserung bis zum 30. Juni 2017.

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Für Unternehmen des Produzierenden Gewerbes, die 2016 unterjährig Anträge auf den Spitzenausgleich gestellt haben, ist der Stichtag der 31. Juli 2017. Zuständige Behörde ist das Hauptzollamt. In diesem Verfahren wird ein Vergleich zwischen der Belastung des Unternehmens durch die „Ökosteuer“ und der Entlastung in der Rentenversicherung angestellt. Möglich ist eine Erstattung von 90 % der verbleibenden Belastung abzüglich 1000 Euro Selbstbehalt.

Anforderungen an Energiemanagementsysteme müssen erfüllt sein

Der dritte und wesentliche Punkt ist das eingesetzte Energie- oder Umweltmanagementsystem. Die sogenannte Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung unterscheidet zwischen kleinen, mittleren und großen Unternehmen. Während große Unternehmen nachweisen müssen, dass sie ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nach ISO 50001 oder ein testiertes Umweltmanagementsystem nach dem EU-Öko-Audit Emas betreiben, gilt für KMU eine vereinfachte Regelung. Für sie reicht die Durchführung eines Energieaudits nach der DIN EN 16247-1 oder der Betrieb eines sogenannten Alternativen Systems zur Verbesserung der Energieeffizienz.

Die Voraussetzungen für den Nachweis müssen bis zum 31. Dezember des Jahres, für das der Spitzenausgleich beantragt wird, erfüllt sein. Das Hauptzollamt erkennt Nachweise dabei nur an, wenn sie von einer Konformitätsbewertungsstelle, einem Umweltgutachter, einer Umweltgutachterorganisation oder einer Emas-Registrierungsstelle ausgestellt wurden.

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