Digitalisierung

Elf Fallen auf dem Weg in die digitale Zukunft

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6. Kritisch, streng und anspruchsvoll bleiben.

Die erfolgreichsten Projekte sind die, in denen der Kunde mitdenkt und unsere Arbeit kritisch hinterfragt. Das Expertenwissen unserer Berater und Softwareentwickler kann nur gepaart mit dem Know-how der Kunden zu einem Erfolg werden. Der Kunde sollte kritisch, streng und anspruchsvoll sein. Gleichzeitig wünschen wir uns natürlich auch, dass Kunden uns vertrauen, wenn wir Ideen für nicht realisierbar halten. Auch wir können nur begrenzt zaubern.

7. Insellösungen bringen gar nichts.

Gerade bei öffentlichen Organisationen haben wir bisweilen die Erfahrung gemacht, dass jede einzelne Behörde ihr eigenes Süppchen kocht und lieber autark arbeitet. Das führt zu Kommunikationsblockaden, ist ineffizient und schlussendlich anstrengend für alle Beteiligten. Die allermeisten IT-Strategien können nur dann aufgehen, wenn sie die komplette Struktur des Unternehmens erfassen.

8. Keine Strohfeuer entfachen.

Manchmal werden Projekte begonnen und dann nicht zu Ende geführt. Die Kunden sind zu Beginn Feuer und Flamme, verlieren dann aber bisweilen die Motivation. Solche Strohfeuer sind für alle Seiten frustrierend.

9. Wer an der falschen Stelle spart, kommt nicht weiter.

Zwei Bereiche, in denen Sie bei einem Digitalisierungsprojekt nicht sparen sollten, sind der Dialog mit den Menschen und Zeit. Es geht nicht nur darum ein Tool auszurollen, ein Produkt zu liefern. Die Mitarbeiter müssen die Neuerung verstehen und akzeptieren. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Firmen bei Schulungen und Trainings sparsam werden. Geschulte Mitarbeiter arbeiten jedoch effektiver und motivierter, das zahlt sich am Ende immer aus. Und was die Zeit angeht: Die digitale Transformation wird nicht mal ebenso nebenbei erledigt.

10. Es gibt immer Sparpotenzial.

Sparpotenzial gibt es zum Beispiel bei den Lizenzkosten. Wir haben von Anfang an auf Open-Source-Lösungen gesetzt. Es gibt immer noch Kunden mit Sicherheitsbedenken und Markengläubigkeit, aber Leaks gibt es auch im Quellcode von Microsoft und Apple. Zudem hat die Wahl von Open-Source-Software auch einen weltanschaulichen Aspekt. Wissen wächst, wenn man es teilt. Es sollte nicht nur vom Budget abhängen, ob man sich Wissen leisten kann oder nicht.

11. Digitalisierung ist ein permanenter Prozess.

Nach dem Projekt ist vor dem Projekt. Uns sind langfristige Projekte am liebsten, auch weil wir die Kunden dann kennengelernt haben und wissen, wie sie ticken und vice versa. Da die Digitalisierung ein fortlaufender Prozess ist, sollte man nie von End- sondern nur von Zwischenergebnissen sprechen. Die Digitalisierung ist ein Weg, auf dem man niemals stehen bleiben darf.

* Torsten Thau hat 2006 gemeinsam mit Thomas Maier, René Böhm und Rico Barth die Softwarefirma c.a.p.e. IT gegründet. Er hat mehr als 100 Digitalisierungsprojekte begleitet und zum Beispiel bei Burda, DB Cargo oder öffentlichen Verwaltungseinrichtungen Software implementiert.

Der Beitrag erschien zuerst auf dem Portal unserer Schwestermarke Marconomy.

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