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Patent erhalten Electrochaea produziert Super-Einzeller für Biomethan

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Electrochaea hat einen speziell auf die biokatalytische Methanproduktion gezüchteten Mikroorganismen-Stamm patentieren lassen. Die Validierung des Patents für die EU erfolgte in Dänemark, wo Electrochaea seit 2016 die laut eigenen Angaben die weltweit erste biologische Methanisierungsanlage mit einer Leistungsaufnahme von einem Megawatt betreibt.

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Archaeen bilden neben Bakterien und Eukaryoten den dritten Ast des Stammbaums des Lebens.
Archaeen bilden neben Bakterien und Eukaryoten den dritten Ast des Stammbaums des Lebens.
(Bild: Prof. Andreas Klingl)

München, Kopenhagen/Dänemark – Bei den einzelligen Mikroorganismen von Electrochaea handelt es sich um Archaeen, genauer um eine Variante des Stammes Methanothermobacter thermautotrophicus. Archaeen bilden neben Bakterien und Eukaryoten den dritten Ast des Stammbaums des Lebens. Sie sind die ältesten Lebewesen auf der Erde, außerhalb der Wissenschaft jedoch recht unbekannt. Die Einzeller sind wahre Überlebenskünstler und können sich extremen Umweltbedingungen anpassen. Die besonderen Stoffwechselleistungen der Mikroorganismen können vielfältig genutzt werden. Electrochaea setzt die patentierten Archaeen ein, um besonders effizient aus Wasserstoff und CO2 Biomethan in Erdgasqualität herzustellen.

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Die von Electrochaea entwickelte Methode der biologischen Methanisierung ist eine Schlüsseltechnologie, um CO2 sinnvoll zu nutzen und überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energiequellen als Gas speicherbar zu machen. Volkswirtschaftlich kostspielige Zwangsabschaltungen von Sonne- und Windkraftanlagen können so vermieden werden. Der Strom wird in einem ersten Schritt zur Herstellung von Wasserstoff genutzt (Elektrolyse). Der Wasserstoff und zugeführtes CO2 aus industriellen Abgasen oder anderen Quellen werden daraufhin von den Archaeen in einem biokatalytischen Prozess in Biomethan umgewandelt. Das von den Mikroorganismen produzierte Gas kann zeitlich und räumlich unabhängig für die Erzeugung von Wärme oder auch als Treibstoff genutzt werden. Speicherung und Transport des Biomethans erfolgen über das bestehende Erdgasnetz. Der kostenintensive Bau einer zusätzlichen Infrastruktur ist daher nicht nötig.

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