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Netzwerküberwachung

Einheitliche Diagnose von Profibus, Profinet, Ethernet/IP, Modbus TCP und Industrial Ethernet Netzen

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Die zentrale Netzwerküberwachung ist ein wichtiger Faktor in der modernen Prozessindustrie. Wenn verschiedene Standards verwendet werden, ist es schwierig eine funktionierende einheitliche Diagnoselösung für Feldgeräte und Netzwerk zu ermöglichen. Die neue Software TH Scope soll eine problemlose Diagnose ermöglichen.

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Das einheitliche Diagnosekonzept besteht aus der webbasierten Software TH SCOPE und den Netzwerkzugängen TH LINK für Profibus, Profinet, EtherNet/IP, Modbus TCP und Industrial Ethernet. (Bild: Trebing + Himstedt)
Das einheitliche Diagnosekonzept besteht aus der webbasierten Software TH SCOPE und den Netzwerkzugängen TH LINK für Profibus, Profinet, EtherNet/IP, Modbus TCP und Industrial Ethernet. (Bild: Trebing + Himstedt)

Die durchgängige Verfügbarkeit von Produktionsanlagen ist in der Fertigungsindustrie ein entscheidender Faktor, um effizient produzieren zu können. Aufkommende Störungen müssen schnell behoben werden, da bereits ein Stillstand der Produktion von wenigen Minuten außerordentlich hohe Kosten verursachen kann.

Der momentane Umstieg von Feldbus auf Ethernet-Netzwerke stellt die Fabrikautomation jedoch vor große Herausforderungen. Die zentrale und protokollübergreifende Überwachung industrieller Netzwerke schafft Abhilfe. Mit nur einer einzigen Diagnoselösung können Anlagen erstmalig dauerhaft und über verschiedene Netzwerke hinweg überwacht werden. Die einfache Bedienbarkeit der Diagnosetools ist dabei ausschlaggebend, da im akuten Fehlerfall ein schnelles Handeln wichtig ist, um Ausfallzeit in der Produktion so gering wie möglich zu halten.

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Herausforderungen an die Netzwerk-Diagnose

Damit industrielle Netzwerke optimal arbeiten können, sollten sie stets überwacht werden. Heutige Diagnosekonzepte sind jedoch meist nur unter einem hohen Aufwand durchzuführen, was unterschiedliche Ursachen hat. Zur Diagnose von Netzwerken existiert eine Vielzahl an verschiedenen Applikationen, die für den Anwender nur schwer zu überblicken sind. Außerdem arbeiten die meisten Software-Pakete mit Hilfe von komplexen Telegrammanalysen, die ein hohes Expertenwissen voraussetzen.

Dies hat zur Folge, dass keine dauerhafte Überwachung von Netzwerken erfolgt, sondern die diversen Tools erst zur Fehlersuche herangezogen werden, wenn Störungen oder Ausfälle schon eingetreten sind. Dieses reaktive Vorgehen erfordert in der Regel einen hohen Zeitaufwand, da die Fehlerursache oft nicht mehr eindeutig ermittelt werden kann. Eine wesentliche Herausforderung an moderne Diagnosekozepte beinhaltet daher die Einfachheit der Anwendungen zur dauerhaften Sicherung der Anlagenverfügbarkeit, um proaktiv schon vor einem drohenden Netzwerkausfall eingreifen zu können.

Die zunehmende Etablierung von Ethernet gegenüber klassischen Feldbussen wirkt sich ebenfalls auf die Diagnose von Netzwerken aus. Durch die Verwendung von Industrial Ethernet können Netzwerke eine höhere Anzahl von Teilnehmern umfassen und komplexer aufgebaut werden.

Da ein Großteil der Fertigungsprozesse jedoch gleichzeitig auf klassische Feldbusse und Industrial Ethernet zurückgreift, muss die Funktionsweise beider Netzwerkarten gewährleistet werden. Für die Instandhaltung bedeutet dies einen zusätzlichen Aufwand, um das zuverlässige Arbeiten von allen Produktionsanlagen sicherzustellen. Bisherige Diagnosekonzepte, die der Überwachung klassischer Feldbusse dienen, sind wegen der unterschiedlichen Netzwerkstrukturen jedoch nicht auf das Monitoring von Ethernet übertragbar.

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