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Remote-I/O-Systeme

Einfache Anbindung vorhandener Feldgeräte in sicherheitskritischer Umgebung

| Autor / Redakteur: Sabrina Weiland / Dr. Jörg Kempf

Die Remote-I/O-Lösung von Pepperl+Fuchs erwies sich als echter Effizienztreiber. (zum Vergrößern siehe Bildergalerie)
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Die Remote-I/O-Lösung von Pepperl+Fuchs erwies sich als echter Effizienztreiber. (zum Vergrößern siehe Bildergalerie) (Bild: Pepperl+Fuchs)

Sicherheitsrichtlinien forderten beim italienischen Chemieunternehmen Versalis die Modernisierung eines manuell gesteuerten Sicherheitssystems. Mehr als 100 neue motorisierte Ventile galt es über lokale Steuertafeln und ein neu installiertes Leitsystem zu steuern und zu überwachen. Ein Fall für die Spezialisten von Pepperl+Fuchs.

Was haben Sportschuhe mit einem Apfel gemeinsam? Für beide Produkte spielt Ethylen eine wichtige Rolle. So findet das durch Kettenpolymerisation aus Ethylen hergestellte Polyethylen beispielsweise Verwendung in der Zwischensohle von Sportschuhen, um die Gelenke zu schonen. Und auch in der Lebensmittelbranche zeigt Ethylen sein Können: Um Obst und Gemüse beim Verkauf appetitlich zu präsentieren, wird die Nahrung mit Ethylen begast und so künstlich gereift. Die Vorteile liegen hierbei im verbesserten Transport und dem Schutz vor Schimmelbefall.

Einer der größten Anbieter von Polyethylen ist der italienische Chemiekonzern Versalis, eine Tochtergesellschaft des Ölkonzerns ENI. Bei der Produktion kommen Chemikalien zum Einsatz, die eine extrem hohe Entzündlichkeit aufweisen. Um den neuen Sicherheitsanforderungen der alten, manuell gesteuerten Produktionsanlage für Polyethylen und Aromaten in Priolo Gargallo, Sizilien, gerecht zu werden, hat sich Versalis dazu entschieden, die Anlage zu modernisieren und durch eine neue Brandschutzanlage zu ersetzen. Diese setzt sich aus 117 ferngesteuerten motorisierten Löschventilen (MOV) zusammen, die um den gesamten explosionsgefährdeten Bereich in Zone 2 mit einer Fläche von zwei Quadratkilometern angeordnet sind. Die technische Definition der kundenindividuellen Lösung erarbeitete Pepperl+Fuchs in enger Zusammenarbeit mit Versalis.

Hohe Sicherheit durch Redundanz

Aufgrund der extrem hohen Anforderungen für diese sicherheitskritische Anwendung in den petrochemischen Produktionsanlagen wurden sämtliche digitalen Kommunikationsverbindungen mit dreifacher Redundanz ausgeführt und in Ringtopologie konfiguriert (Hauptleitung, Sekundärleitung und eine Serviceleitung), um einen maximalen Grad an Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit dieser Sicherheitsanlage zu erreichen.

Mit einem zentralen Ringnetz werden die weiten Entfernungen zu den großflächig verteilten MOV überwunden. Außerdem werden Binäreingänge genutzt, um die Stellungsrückmeldung und den Status der MOV zu überwachen. Neben der Ansteuerung der Ventile sind weitere Module für zusätzliche Steuerelemente vorgesehen. Insgesamt ist es so möglich, in den sieben Edelstahlschaltschränken mit integrierten Ventilinseln 1000 Signale über 400 E/A-Module weiterzuleiten.

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