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Magnetpumpen Eine Alternative zu Metallpumpen

| Redakteur: Gabriele Ilg

Richter Chemie-Technik hat die PFA/PTFE-ausgekleidete Magnetkupplungspumpe MNK 200-150-315 im Programm. Sie soll als Alternative zu Metallpumpe dienen.

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Magnetkupplungspumpe MNK 200-150-315
Magnetkupplungspumpe MNK 200-150-315
( Bild: Richter Chemie-Technik )

Bei der Wacker Chemie in Burghausen, Business Unit „Acetyls“, absolviert diese Pumpe seit Dezember 2007 den Praxistest und fördert eine bis zu 80 °C heiße, sehr korrosive Mischung aus Essigsäure, Ameisensäure und Acetaldehyd. Der über mehrere Monate laufende Probebetrieb soll den Nachweis erbringen, dass eine deutlich längere Standzeit möglich ist. Denn metallische Pumpen haben beim Fördern von Essigsäure bei höheren Temperaturen Probleme mit Spaltkorrosion, die Pumpen mussten in Intervallen von sechs bis zwölf Monaten gewartet und instandgesetzt werden. Die Magnetkupplungspumpe ist als einstufige dichtungslose Chemiekreiselpumpe in Heavy duty-Horizontalbauweise nach EN 22858/ISO 2858/ISO 5199 konzipiert und ist damit u.a. für die Chlorelektrolyse und die Schwefelsäureherstellung und -aufbereitung qualifiziert. Alle mit dem Fördermedium in Berührung kommenden Bauteile der Pumpe sind entweder dick mit PFA-Fluorkunststoff ummantelt, sind massiv aus PTFE-Fluorkunststoff gefertigt oder bestehen aus gesintertem Siliciumcarbid SsiC.

Die Safeglide Plus Gleitlagerung soll Schäden bei kurzzeitigem Trockenlauf verhindern. Der Spalttopfeinsatz aus Fluorkunststoff ist sehr korrosionsbeständig, der äußere Spalttopf aus Kohlefaserverbundwerkstoff trägt die Druckbelastung, wodurch Leckagefreiheit gewährleistet wird. Hochleistungs-Permanentmagnete erbringen Drehmomente bis 800 Nm und übertragen 120 kW bei 1450 min-1 bzw. 165 kW bei 2000 min-1. Laut Hersteller wurden bereits bzw. werden noch in diesem Jahr zehn weitere Magnetkupplungspumpen mit Kunststoffauskleidung bei verschiedenen internationalen Chemieunternehmen in Betrieb genommen – mit Leistungen bis 400 m³/h zur Förderung von u.a. HCl und H2SO4 bei Temperaturen bis über 150 °C.

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