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Wirbelschicht-Rektoren Ein Reaktor macht Wirbel: Gas-Feststoff-Reaktionen im Test

| Redakteur: Dominik Stephan

Für Versuchszwecke testet Schwing gemeinsam mit Kunden neue Wirbelschicht-Verfahren in 4 bis 120 Liter Reaktoren - unter anderem in einem Druckreaktor. Nach Bedarf lassen sich die Wirbelschicht-Pilotreaktoren auch zur Auftragsherstellung nutzen.

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Julian Nienhaus und Natalya Prodan, Experten Wirbelschicht-Prozesstechnik, Schwing Technologies
Julian Nienhaus und Natalya Prodan, Experten Wirbelschicht-Prozesstechnik, Schwing Technologies
(Bild: Schwing Technologies)

Versuchsanwendungen beginnen üblicherweise mit einem Labortest (Phase 1). Hier prüfen die Experten, mit welcher Gasverteilerkonfiguration sich das individuelle Material fluidisieren lässt, um im Anschluss die Fluidisierungsparameter festzulegen. Diese erste Analyse ist die Basis für weitere Versuche unter Reaktionsbedingungen, sogenannte Bench-Scale-Tests (Phase 2). Sie sind Machbarkeitsstudien und legen den Grundstein für mögliche weitere Optimierungsversuche in Scale-up-Pilotanlagen (Phase 3). Ob die Technologie skalierbar ist, zeigen diese Versuche und geben die nötige Sicherheit, um später weitere Scale-ups der Technologie durchführen zu können (Proof of Concept). Im finalen Schritt (Phase 4) dreht sich alles um das Design der Produktionsreaktoren, die stets individuell auf die spezifischen Kundenbedürfnisse angepasst werden.

Die Vorteile dieser Technikechnik sind ihre ausgezeichneten Wärmeübertragungseigenschaften. Sie verwandeln das Verhalten der einzelnen Teilchen hin zu einem aktiv mischenden und flüssigkeitsähnlichen Feststoff-Gas-Gemisch. Wenn Komponentenmetallverbindungen eine einheitliche Verarbeitung erfordern, ist der Wirbelschicht-Reaktor eine interessante Alternative etwa zu Drehrohr-, Schacht-, Schalen- oder Schuböfen. Powtech: Halle 2/Stand 209

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