Neue Pharma-Produktionsanlage Egemin Automation gewinnt Life-Sciences-Auftrag

Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Der Pharmakonzern Laboratoria Smeets mit Sitz in Antwerpen, Belgien, investiert in eine neue Produktionsanlage. Mit Planung, Konstruktion und Automatisierung der Installation beauftragte der belgische Konzern Egemin Automation. In diesem Zusammenhang übernimmt das Team der Division Life Sciences des Intralogistikexperten auch die Simulation und Validierung der Anlage.

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Die Validierung des Systems im Vorfeld der Inbetriebnahme ist ausschlaggebend für dessen Funktionalität.
Die Validierung des Systems im Vorfeld der Inbetriebnahme ist ausschlaggebend für dessen Funktionalität.
(Bild: Egemin)

Antwerpen/Belgien, Bremen – Laboratoria Smeets produziert pharmazeutische Pulver, Flüssigkeiten, Salben und Gels, die zur Herstellung von Medikamenten benötigt werden. Zum Tätigkeitsspektrum gehört sowohl das Mischen als auch das Verpacken der pharmazeutischen Produkte unter strengsten GMP-Bedingungen.

Die neue Produktionsanlage besteht aus sechs Teilen: einem 100 Quadratmeter großen Silo zur Lagerung von Polysoy, einer Wiegeeinrichtung zur exakten Messung der notwendigen Zutaten, einem Reaktor zur Herstellung einer API-Lösung (API = Active Pharmaceutical Ingredient), einem Trockner, einem Kühlgerät sowie einer Verpackungslinie für Produkte von 1 Gramm bis 25 Kilogramm.

Damit die komplexe Anlage die geplanten Aufgaben auch erfüllt, erstellt das Life-Sciences-Team von Egemin im Vorfeld eine 3D-Simulation. Unter realen Bedingungen wird dabei getestet, ob beispielsweise alle Anlagenteile richtig miteinander kommunizieren. Erst nach erfolgreicher Simulation verschiedener Szenarien und der Validierung hinsichtlich der strengen Hygiene- und Qualitätsstandards der pharmazeutischen Industrie erfolgt die Konstruktion der Anlage.

Neben der Automatisierung wird Egemin einige Neuerungen einbringen. So ermöglicht ein zentrales Monitoringsystem die genaue Auftragsdokumentation und die Rückverfolgbarkeit aller Produkte. Zusätzliche Messinstrumente, wie beispielsweise zur Messung der Konzentration einiger Stoffe oder Druckmesser in den eingebrachten Filtern, sorgen für erhöhte Sicherheit. Wartungskosten und Stillstandszeiten werden auf ein Minimum reduziert.

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