Pumpen Effizienzsteigerung bei Pumpen mit einfachen Mitteln realisieren

Autor / Redakteur: Ralf Siekmann / Dipl.-Medienwirt (FH) Matthias Back

Effizienzbetrachtungen werden in der Diskussion über die Energiewende bisher noch immer vernachlässigt. Ein Pumpenhersteller reagiert darauf mit dem Angebot eines Pump Audit. Die Praxis zeigt, dass durch den Einsatz effizienter neuer Technik ein Einsparpotenzial von oft 50 %, in der Spitze bis 80 % realisierbar ist.

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Bild 1: Mithilfe eines Pump Audit werden Pumpen in ihren Einbau- und Betriebszuständen erfasst.
Bild 1: Mithilfe eines Pump Audit werden Pumpen in ihren Einbau- und Betriebszuständen erfasst.
(Bild: Grundfos)

Hat Deutschland die Energiewende zu einseitig gestartet? Fakt ist, dass die Politik vom Erfolg des Einsatzes regenerativer Energien – Photovoltaik, Solarthermie, Geothermie, Windenergie und Biomasse – quasi überwältigt ist. Der Ausbau der Hoch- und Höchstspannungs-Stromtrassen und die Entwicklung von Stromspeichertechnologien hinken eindeutig hinterher.

Pumpen können erheblich zur Energieeinsparung beitragen

Es wäre gut, wenn die Politik nicht ihre ganze Aufmerksamkeit der Stromproduktion widmen würde, sondern den effizienten Verbrauch stärker im Auge hätte. Denn hier liegt nach Auffassung der Fachwelt der Schlüssel zur Energiewende: Es ist doch offensichtlich, dass nur der elektrische Strom, der gar nicht verbraucht wird, die optimale Strategie sein kann. Nicht benötigte Energie muss weder hergestellt noch transportiert noch zwischengespeichert werden.

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Pumpensysteme verbrauchen ein Fünftel bis ein Viertel der global erzeugten elektrischen Energie - zur Kühlung und Klimatisierung, Heizung und Kesselspeisung, Wasseraufbereitung, Wasserversorgung und Abwasserentsorgung. Bei Neuinstallationen ist durch die Ökodesign-Vorgaben sichergestellt, dass nur energieeffiziente Pumpen zum Einsatz kommen.

Betreiber sind aber gut beraten, den Energieverbrauch der bereits installierten Systeme zu hinterfragen: Auch wenn sie unverdrossen zuverlässig arbeiten, sind sie oft genug wenig effizient. Das liegt zum einen an der früher üblichen Überdimensionierung jeglicher Technik. Zudem war es über Jahre Standard (und ist deshalb heute noch vielfach anzutreffen), Pumpen über eine Drossel- oder Bypass-Regelung an den Förderbedarf anzupassen. Hinzu kommt: Anlagen verändern sich im Laufe der Zeit, doch wird erfahrungsgemäß die Pumpeninstallation selten entsprechend angepasst. Deshalb ergibt sich nahezu bei jeder Anlage ein Anpassungspotenzial im Hinblick auf die Energieeffizienz.

Energieverschwender bei den Pumpen mit einer Analyse enttarnen

Um die größten Energieverschwender zu identifizieren, bietet Grundfos als Dienstleistung ein Pump Audit, also eine Analyse der Lebenszykluskosten, an.

Der Messaufwand ist abhängig von der vorliegenden Installation: Ungeregelte, starre Systeme sind in relativ kurzer Zeit und mit nicht allzu großem Aufwand zu messen (beispielsweise ein System zur direkten Hochbehälterbefüllung mit gleich bleibenden Förderstrom- und Druckverhältnissen). Geregelte Anlagen mit variablen Förderleistungen und Druckverhältnissen erfordern einen höheren Aufwand bezüglich der Messmethode sowie der Analyse. Da es sich hier meist um Mehrpumpenanlagen handelt, die in Kaskaden gesteuert werden und häufig auch mit Drehzahlregelung ausgestattet sind, ist der Zeitaufwand größer als bei starren Systemen; das Ermitteln eines Belastungsprofils ist unerlässlich.

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