Interview zur Push-in-Anschlusstechnik

Effizient verdrahten - so gelingt‘s

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Die meisten Anwender setzen die Push-in-Technologie im Schaltschrank ein. Im Feld dagegen selten. Ist das gerechtfertigt?

Gerechtfertigt ist das nicht. Aber wahrscheinlich kommt das auch daher, dass im Feld aus der Vergangenheit heraus sehr stark mit Crimp-Anschlusstechniken gearbeitet wird. Zudem gibt es noch nicht so viele Lösungen in der Push-in-Technik, die auch im Feld eingesetzt werden können.

So richtig spielt die Push-in-Technologie ihre Stärken bei starren Leitern und bei Leitern mit Aderendhülsen aus … Stimmt diese Aussage?

Wenn Sie dazu auch ultraschall-verdichtete und widerstandsgeschweißte flexible Leiter zählen, dann ja.

Bietet die Push-in-Technologie denn auch Vorteile bei flexiblen Leitern ohne Aderendhülsen?

Wenn ich die Push-in-Technik hier verwenden möchte, habe ich durch den kurzen Bedienungsweg des Pushers in der Gesamtzeit der Verdrahtung immer noch einen Vorteil gegenüber der herkömmlichen Zugfeder-Anschlusstechnik.

Wird die Push-in-Technologie eine weitere Entwicklung hin zu automatischen Verdrahtung zum Beispiel mit Robotern ermöglichen?

Ein ganz klares Ja. Aber, hierbei muss eine ganz wichtige Voraussetzung geschaffen werden: Der Datenfluss muss durchgängig vom E-CAD-System zu allen Maschinen sein, die ich bei der Verdrahtung benutze. Ich benötige eine Datenbank, die alles abdeckt, und einen einheitlichen Datenfluss durch alle Systeme.

Wo sehen Sie aus Sicht von Phoenix Contact noch Entwicklungspotenzial für die Push-in-Technologie?

Die Push-in-Technik wird bereits heute in vielen Bereichen in unseren Komponenten und Lösungen eingesetzt. Wir werden dieses Angebot aber in Zukunft noch weiter ausbauen. Das heißt, die Push-in-Technologie wird zunehmend in allen Bereichen des Schaltschranks zum Einsatz kommen. Auf der einen Seite natürlich bei Phoenix Contact, aber auch bei den Herstellern von Komponenten, die nicht von uns geliefert werden. Auch diese Firmen setzen sich zunehmend mit der Push-in-Technik auseinander und designen sie in ihre Produkte ein.

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