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Aufbereitung Dynamische Trocknung von hochreinen Pflanzenproteinen

Redakteur: Sabine Mühlenkamp

Pflanzliche Proteine sind wichtiger Bestandteil einer vegetarischen oder veganen Ernährung. Um allerdings hochreine, qualitativ für den menschlichen Verzehr geeignete Pflanzenproteine aus Mandeln, Sonnenblumen oder Quinoa zu gewinnen, bedarf es mehrerer Prozessschritte. Herausfordernd ist u.a. der am Ende stehende Trocknungsprozess.

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Das hochreine Produkt wird aus dem Trockner entleert.
Das hochreine Produkt wird aus dem Trockner entleert.
(Bild: BHS-Sonthofen Process Technology)

Pflanzenproteine aus Sonnenblumen besitzen viele Eigenschaften, die sie für den Einsatz in veganen Produkten prädestinieren: Sie sind dank ihrer guten Emulgierfähigkeit zugleich Bindemittel und Stabilisator. Zudem sorgen sie für eine optimale Konsistenz. Vom Speiseeis bis hin zum Brotaufstrich gibt es daher eine breite Palette an Anwendungen. Eine Herausforderung im Herstellungsprozess stellt jedoch die geringe Hitzetoleranz der Proteine dar. Alle Prozessschritte müssen aus diesem Grund besonders produktschonend erfolgen.

Trocknung von empfindlichen Produkten

Ein Hersteller von Pflanzenproteinen benötigte für den letzten Prozessschritt – die Trocknung des Proteinmehls – eine Maschine, die die hohen Anforderungen der Lebensmittelherstellung erfüllt und zudem auch im niedrigen Temperaturbereich eine optimale Trocknung ermöglicht. Hinzu kommt, dass die Lösemittel rückgewonnen werden sollen. Ulrich Vielhaber, Ulrich Vielhaber, Vertriebsingenieur bei BHS-Sonthofen Process Technology, berichtet: „Für das Verdampfen der Lösemittel am Ende des Prozesses entschieden wir uns für einen Vakuumtrockner mit dynamischem Trocknungsprozess. Dies bedeutet: Das Produkt wird in ständiger Bewegung gehalten. Auf diese Weise bilden sich keine Nester mit höherer Restfeuchte oder Temperatur, die Proteine trocknen homogen durch. “Eine vollautomatische Steuerung misst und regelt permanent die Temperatur – mit Erreichen des gewünschten Trockenheitsgrades schaltet sich die Maschine selbstständig ab. So wird das empfindliche Produkt nicht länger als notwendig bewegt. Die verdampften Lösemittel werden aufgefangen und können wieder in den Prozess zurückgeführt werden – dies schont Ressourcen und senkt die Kosten.

Der passende Trockner für jede Anwendung

Bevor die Wahl auf ein bestimmtes Verfahren fällt, steht bei Ava eine umfangreiche Beratungs- und Testphase an. In diesem speziellen Fall war insbesondere die Empfindlichkeit des Produkts gegenüber hohen Temperaturen eine Herausforderung. Dank des hauseigenen Test-Centers sind die Experten für Trocknungsverfahren in der Lage, den späteren Prozess mit dem jeweiligen Aufgabematerial genau nachzustellen. Dank dieser Versuche lassen sich schon im Vorfeld Parameter richtig wählen, die Maschine optimal auslegen und die Wirtschaftlichkeit des Prozesses analysieren. Diese bewährte Vorgehensweise gilt sowohl für Einzelmaschinen als auch ganze Prozessketten.

Nachhaltigkeit in der Lebensmittelbranche fördern

Volker Spies, Geschäftsführer bei Ava, ist bei dem Projekt insbesondere von der Nachhaltigkeit auf gleich mehreren Ebenen überzeugt: „Dank des neuartigen Prozesses zur Gewinnung von Pflanzenproteinen kann nun auch aus Pflanzenteilen, die früher nicht zur Lebensmittelherstellung geeignet waren, ein hochwertiges Produkt für den menschlichen Verzehr gewonnen werden. Unser dynamisches Trocknungsverfahren leistet hierzu einen entscheidenden Beitrag.“

Dank des geschlossenen Prozesses im Vakuumtrockner ist der Energieverbrauch dieses Produktionsschrittes minimal – die effektive Trocknung erlaubt dazu eine maximale Rückgewinnung an Lösungsmitteln und liefert ein hochreines Produkt, das direkt weiter vermarktet werden kann.

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