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Länderreport VR China

Dynamik der Chinesischen Chemieindustrie flacht ab

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Da auch der Einzelhandel zwischenzeitlich wieder in ein ruhigeres Fahrwasser gerät, gehen Beobachter davon aus, dass sich die Dynamik im chinesischen Chemiemarkt im Jahr 2012 im Vergleich zu 2011 um mehrere Prozentpunkte abschwächen wird. Analysten halten eine Marktexpansion um 15% für erreichbar.

Abgesehen von wenigen Ausnahmen bleiben die Lieferchancen für deutsche Hersteller zwar insgesamt gut. Die Importdynamik hat sich allerdings in vielen Segmenten abgeschwächt. Insbesondere deutsche Arzneimittellieferanten kamen unter Druck - und dies vor dem Hintergrund insgesamt stark steigender chinesischer Medikamenteneinfuhren.

Aktuell sind zum Beispiel die Importmärkte für Düngemittel außerordentlich günstig, deutsche Lieferanten sind allerdings kaum vertreten. Weitere Branchen, in denen deutsche Hersteller Schwierigkeiten haben, sind unter anderem Kosmetika. Bei Schönheitsmitteln haben traditionell Frankreich sowie Japan und die USA die Nase vorn.

Produktion/Branchenstruktur

Die Chemieerzeugung in der VR China legte im Gesamtjahr 2011, von wenigen Ausnahmen abgesehen, zweistellig zu. Zu den Spitzenreitern gehörte mit einem Zuwachs von mehr als einem Fünftel die Herstellung von Pestiziden sowie von Kunststofferzeugnissen. Aber auch die Waschmittel- und Chemiefasernherstellung legten zweistellige Steigerungsraten vor.

Im 1. Quartal 2012 hat sich die Produktion deutlich abgeschwächt. Von den etwa 80 chemischen Erzeugnissen, die in der Statistik der China Chemical Industry News aufgeführt werden, lagen 15 Warengruppen im negativen Bereich. Am schlimmsten traf es die Hersteller von Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS), die in den ersten drei Monaten 2012 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Rückgang um 22,3% auf 152 Mio. t hinnehmen mussten.

Weitere 17 Sektoren stagnierten entweder oder hatten ein Wachstum von höchstens 5%. Die restlichen Branchen lagen mit wenigen Ausnahmen bei etwa 10% Zunahme. Ausnahmen nach oben bildeten Herbizide (+41%), Zellulosefasern (+35%) sowie Phosphatdünger (+30%).

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