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Kältetrockner

Drucklufterzeugung: Energiesparen mit Kältetrocknern

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Abhängig vom gewählten Modus überwacht die Steuerung den Feuchtegehalt der Druckluft und reduziert die Drehzahl des Kältemittelkompressors sowie den Energiebedarf, wenn der Feuchtegehalt abnimmt. Die Drehzahlregelung macht sich also auch bei Trocknern bezahlt.

Herkömmliche Druckluft-Kältetrockner sind in den meisten Fällen als Dauerläufer ausgelegt. Sie liefern stets 100 Prozent ihrer Leistung – auch wenn diese gar nicht benötigt wird – und verbrauchen so stets gleichbleibend viel Energie. Kältetrockner mit drehzahlgeregeltem Kältemittelkompressor dagegen passen die Energieaufnahme genau an den von der Feuchtelast definierten Bedarf an und arbeiten daher effizienter.

Eine Alternative, den Energieverbrauch zu reduzieren, stellt die Saver-Cycle-Regelung von Atlas Copco dar. Sie schaltet den Kältemittelkompressor bei niedrigen Volumenströmen und/oder höheren Umgebungstemperaturen ab und spart dadurch Energie. Je geringer der Volumenstrom ist, desto weniger Energie wird verbraucht. Die relative Luftfeuchtigkeit der Druckluft am Austritt des Trockners wird zu jedem Zeitpunkt unter 50 Prozent gehalten, was alle Druckluftverbraucher stets vor Korrosion schützt.

Druckverluste mindern

Über die Steuerungsmöglichkeiten hinaus ist auch der Druckverlust des Kältetrockners entscheidend. Denn Druckluft und Kondensat müssen möglichst druckverlustfrei getrennt werden, um den Nenndruck zu erreichen. Je größer der Druckverlust ist, desto höher muss der Kompressor zuvor verdichten. Die FD-Kältetrockner weisen einen sehr geringen Verlust auf – was sich für den Anwender direkt auszahlt. Denn jedes zusätzliche Bar Druckerhöhung zieht eine um etwa sieben Prozent höhere Energieaufnahme der Kompressoren nach sich.

Das folgende Beispiel verdeutlicht den Einfluss des Druckverlustes: Verlgeicht man zwei Kältetrockner, die mit einem Druckverlust von 0,2 bzw. 0,35 bar hinter einem 200 kW-Schraubenkompressor arbeiten, dann senkt der geringere Druckverlust die Energierechnung innerhalb von fünf Jahren um rund 9000 Euro, wenn man von 8600 Betriebsstunden pro Jahr ausgeht und Stromkosten von 0,1 Euro/kWh zugrunde legt.

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