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Kältetrockner

Drucklufterzeugung: Energiesparen mit Kältetrocknern

| Redakteur: Sonja Beyer

Wer die Energiekosten seiner Druckluftversorgung reduzieren will, sollte neben den Kompressoren auch einen Blick auf die Kältetrockner werfen. Die richtige Steuerung kitzelt auch aus Nebenaggregaten noch mehr Effizienz heraus.

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Der Kältetrockner der FD-Baureihe spart Energie, indem er die Drehzahl des Kältemittelkompressors an die Feuchtelast der Druckluft anpasst.
Der Kältetrockner der FD-Baureihe spart Energie, indem er die Drehzahl des Kältemittelkompressors an die Feuchtelast der Druckluft anpasst.
( Bild: Atlas Copco )

Der Energieverbrauch der Druckluftversorgung lässt sich vor allem über moderne Kompressortechnik wie die Drehzahlregelung (VSD, Variable Speed Drive) beeinflussen. Allerdings sollten auch vermeintlich kleinere Energieverbraucher genau unter die Lupe genommen werden, z.B. die Kältetrockner. Denn der Einsatz drehzahlgeregelter Kältekompressoren, eine an die Umgebungstemperatur angepasste Steuerung des Drucktaupunktes sowie ein möglichst niedriger Druckverlust bei der Kondensatabscheidung sind einige der Stellschrauben, die den Energieverbrauch um bis zu 35 Prozent senken können – mit geringen Mehrinvestitionen und ohne großen Aufwand.

Drucktaupunkt richtig wählen

Kältetrockner werden eingesetzt, um das Druckluft-Rohrleitungssystem sowie die Werkzeuge und Verbraucher vor Korrosion zu schützen. Dazu kühlen sie die Druckluft auf ein bestimmtes Temperaturniveau ab. Die in der Luft enthaltene Feuchte kondensiert und wird automatisch durch einen Kondensatableiter abgeführt, sodass die getrocknete Luft nur noch eine geringe relative Feuchte besitzt. Bevor die Luft den Kältetrockner verlässt und in das Leitungssystem gelangt, wird sie wieder erwärmt.

Der Dreh- und Angelpunkt für den Energieverbrauch von Kältetrocknern ist der benötigte Drucktaupunkt. Dieser wird häufig aus Bequemlichkeit auf +3 °C voreingestellt wird, was jedoch gar nicht immer nötig ist. Denn: Je höher der Drucktaupunkt gewählt wird, desto geringer ist der Energiebedarf für die Kältetrocknung und desto kleiner kann auch der Trockner ausfallen, was Kosten und Investitionen spart.

Wichtig ist dabei, dass Korrosion in den Rohrleitungen und in allen nachfolgenden Werkzeugen vermieden wird – und diese hängt ab von der Umgebungstemperatur und der relativen Luftfeuchtigkeit. Grundsätzlich gilt: Liegt die Luftfeuchte unter50 Prozent, ist das Leitungsnetz vor Korrosion geschützt. Bei einer Umgebungstemperatur von 20 °C genügt deshalb schon ein Drucktaupunkt von +10 °C, um die relative Feuchte unter der 50 Prozent-Grenze zu halten.

Punktgenau steuern

Mit der modernen Steuerungstechnologie der FD-Kältetrockner von Atlas Copco lässt sich der Drucktaupunkt jeweils an die Umgebungsbedingungen anpassen. Der Anwender kann dazu zwischen drei Betriebsmodi der Elektronikon-Steuerung wählen, die sich zusammen mit der Drehzahlregelung (VSD) beim Trockner anbieten, ohne dass darunter die Betriebssicherheit leidet:

  • Modus „Niedriger Taupunkt“: Der Sollwert für den Drucktaupunkt beträgt +3 °C, unabhängig von der Umgebungstemperatur.
  • Modus „Ökonomisch“: Der Sollwert für den Drucktaupunkt bleibt stets um 20 °C unter der Umgebungstemperatur.
  • Modus „Maximale Einsparung“: Der Sollwert für den Drucktaupunkt errechnet sich aus der Umgebungstemperatur abzüglich 15 °C.

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