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Dosieren Druckkompensation erhöht Genauigkeit von Dosierung

Redakteur: Sabine Mühlenkamp

In geschlossenen Dosiersystemen beeinflussen häufig Druckschwankungen die Messgenauigkeit. Eine elektronische Druckkompensation soll nun Abhilfe schaffen. Gleichzeitig sollen die Kosten für den Dosierprozess dadurch sinken und die Installation einfacher werden.

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Schematisches Prinzip der elek­tronischen Druckkompensation EPC für ein gravimetrisches Dosiersystem.
Schematisches Prinzip der elek­tronischen Druckkompensation EPC für ein gravimetrisches Dosiersystem.
(Bild: Coperion)

Bei der gravimetrischen Dosierung wird einem Prozess das Schüttgut mit konstantem Gewicht pro Zeiteinheit zugeführt. Das Gewicht ist dabei eine Variable, die durch ein Wägemodul erfasst wird. So sind eine kontinuierliche Kontrolle und vollständige Überwachung gewährleistet. Für seine hochgenauen Differentialdosierer führt Coperion K-Tron nun eine neuartige elektronische Druckkompensation (Electronic Pressure Compensation, EPC) ein. EPC lässt sich auf den meisten gravimetrischen Differentialdosierern von Coperion K-Tron installieren, für nahezu jede Anwendung und in allen Industriezweigen. Für bestehende Differentialdosierer sind Nachrüstoptionen erhältlich.

Zum Hintergrund: In einem geschlossenen Dosiersystem können Druckschwankungen im Dosiertrichter die Wägegenauigkeit stark beeinträchtigen. Die zur Kompensation dieser Schwankungen üblicherweise eingesetzten, oft komplexen mechanischen Faltenbalg-Systeme können jedoch aufgrund von baulichen Toleranzen, Anordnung der Faltenbälge u.ä. fehleranfällig oder gar unwirksam sein. Coperion K-Tron hat nun mit EPC eine effiziente und dennoch einfache elektronische Lösung für die zuverlässige und kontinuierliche Druckkompensation im Dosiertrichter entwickelt. Das modulare System basiert auf hochpräzisen Drucksensoren und Elektronikkomponenten, die sich problemlos in die KCM-Dosierersteuerung einfügen.

Laufende Übermittlung von Druckwerten

Der hochpräzise Drucksensor übermittelt laufend die gemessenen Druckwerte an die Steuerung des Dosiersystems. Dort werden die Daten für die dynamische Kompensation eventuell auftretender Druckschwankungen und somit zur Korrektur von Wägefehlern genutzt. Die Software optimiert laufend die Korrelation zwischen Druck und Gewicht und reagiert so auf mechanische Veränderungen. Ermittelte Druckschwankungen von bis zu ±50 mbar werden automatisch ausgeglichen – treten größere Abweichungen auf, wird ein Alarm ausgelöst. Je nach Situation und Anforderung kann ein Sensor auf dem Dosiertrichter installiert werden, bei Bedarf ein weiterer am Auslaufrohr. Für eine größtmögliche Effizienz arbeitet die Software mit einem selbst­optimierenden Kompensations-Algorithmus. Mit der gleichen Dynamik wie bei SFT-Lastzellen von Coperion K-Tron werden hochgenaue Dosierresultate erzielt, selbst in Systemen mit ausgeprägten Druckschwankungen. Für die Beurteilung von potenziellen Problemen aufgrund von Druckschwankungen in bestehenden Installationen ist ein separates Feldtestpaket erhältlich.

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