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K 2013 Düsseldorf „Dreaming About the Future“ - Bayer Material Science auf der K 2013

Redakteur: Dominik Stephan

Bayer Material Science trumpft zur K mit Prestige-Projekten auf - „Es geht nicht um das, was wir erreicht haben. Es geht um die Zukunft!“ gibt Vorstandsvorsitzender Patrick W. Thomas in Leverkusen die Richtung vor.

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"Es geht nicht nur um Bayer - Es geht um uns und unsere Partner!" Patrick W. Thomas, Vorstandsvorsitzender von Bayer Material Science
"Es geht nicht nur um Bayer - Es geht um uns und unsere Partner!" Patrick W. Thomas, Vorstandsvorsitzender von Bayer Material Science
(Bild: PROCESS)

Leverkusen – Solarflugzeuge. Roboteranzüge. Schaumstoff aus Abgas. Zur K 2013 will Bayer Material Science mit einer Reihe Prestigeprojekte zeigen, welche Möglichkeiten in Kunststoffen stecken. Neben neuen Materialien und Verfahren hat der Leverkusener Chemieriese die Lizensierung von Technologien für sich entdeckt.

“Entdecker träumen von der Zukunft!” - Patrick W. Thomas, Vorsitzender des Vorstands von Bayer Material Science, gab sich gestern in Leverkusen zuversichtlich. Der Bayer-Teilkonzern hatte 2012 etwa 242 Millionen € für Forschung und Entwicklung ausgegeben – Eine Zahl, die sich etwas relativiert, wenn man den Umsatz von 11.503 Millionen betrachtet, den der Bayer Material Science Geschäftsbericht für dasselbe Jahr ausweist. Etwa 24 Millionen Euro dieser Forschungsgelder würden für den Bereich Polymermaterialien ausgegeben. Dazu kämen noch einmal etwa 115 Millionen Euro für gemeinsame Entwicklungen zusammen mit Partnerfirmen, ergänzte Thomas.

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Neue Materialien und Produkte machen alternative Rohstoffe nutzbar

Dabei stünden neben neuen Materialien und Produkten auch Verfahren zur Nutzung neuer oder alternativer Rohstoffe im Vordergrund: So arbeitet Bayer an Verfahren zu Nutzung von CO2 zur Herstellung von Kunststoffen. Dass das Verfahren funktioniere hätten Pilotversuche gezeigt, so Thomas. Bis 2015 soll eine 2.000 Jahrestonnen Anlage zur Fertigung von Polyolen aus CO2 die Wirtschaftlichkeit der Methode demonstrieren. Anschließend könne die Technologie interessierten Partnern zur Lizensierung angeboten werden. “Indem wir unseren Traum teilen, teilen wir seinen Wert”, sagte Thomas in Leverkusen.

Der Aspirinerfinder als Technologielizenzgeber – hat die traditionelle Chemie ausgedient? Nicht doch! Immerhin helfe sie, neue Produktionswege aufzuzeigen. Weg von der traditionellen Denke vom Rohstoff aus: „Finden Sie die Grundbausteine und bauen Sie darauf auf!“ erklärte Thomas. So sei für manchen Polymer Gas der geeignetere Rohstoff als das traditionelle Erdöl, da es ohne das aufwändige Cracken auskäme. Auch mache die Gaswirtschaft alternative Quellen wie Biogas oder Schiefergas erschließbar. Regional sieht Bayer Material Science noch großes Material in Russland, Asien und dem Nahen Osten. Insbesondere die Verwendung moderner Dämm- und Isolierstoffe beginne in diesen Märkten erst Fuß zu fassen.

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