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Energieeffizienz

Dow und EnBW wollen integrierte Energieversorgung am Standort Stade

| Redakteur: Gerd Kielburger

Dow Deutschland Anlagengesellschaft mbH (Dow Stade), Werk Stade und die EnBW Energie Baden-Württemberg AG wollen partnerschaftlich ein integriertes Energiekonzept für den Standort Stade entwickeln. Eine entsprechende Vereinbarung haben beide Unternehmen unterzeichnet.

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R. Lamm, Vice President Dow Site Operations Stade, P. Lederer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Chief Operating Officer der EnBW und M. Wildi, President DowEurope, bei der Vertragsunterzeichnung für ein integriertes Energiekonzept Stade.
R. Lamm, Vice President Dow Site Operations Stade, P. Lederer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Chief Operating Officer der EnBW und M. Wildi, President DowEurope, bei der Vertragsunterzeichnung für ein integriertes Energiekonzept Stade.
( Archiv: Vogel Business Media )

Ziel ist die langfristige, zuverlässige Versorgung des Werkes mit Strom und Dampf zu einem wettbewerbsfähigen Preis. Dies würde nach Einschätzung beider Partner zur Sicherung und Entwicklung des Standortes und der am Standort tätigen Unternehmen beitragen.

Die Kooperation beinhaltet die Entwicklung, den Bau und den Betrieb einer in den Chemiestandort integrierten Energieversorgung, bestehend aus der Kombination eines hochmodernen Steinkohlekraftwerks und eines Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerks mit insgesamt über 1000 MW Leistung. Das bereits bestehende Dow Kraftwerk wird bis zur Realisierung des neuen Konzepts weiter betrieben. Die Entwicklung des Konzepts soll schrittweise durchgeführt werdem. Erste Ergebnisse der Studie werden noch in der zweiten Jahreshälfte 2008 erwartet.

Ökonomische und ökologische Aspekte bestmöglich in Einklang bringen

Beide Partner wollen durch moderne Kraftwerkstechnik ökonomische und ökologische Aspekte bestmöglich in Einklang bringen.Vorgesehen ist zum Beispiel eine Kraft-Wärme-Kopplung, die den Gesamtwirkungsgrad des Kraftwerkes durch eine Weiternutzung von entstehender Abwärme bzw. Dampf in den Dow Produktionsanlagen, erheblich steigern kann. Dadurch wird die Effizienz der Anlage erheblich erhöht und der CO2-Ausstoß gemindert. Zusätzlich soll geprüft werden, ob eine weitere CO2-Reduzierung durch den Einsatz von Wasserstoff möglich ist. Wasserstoff fällt bei der Produktion bei Dow Stade als Nebenprodukt an und könnte hier als Energieträger CO2-frei eingesetzt werden.

Die Integration von Kraftwerks- und Chemiestandort erlaubt alle Synergien in den Bereichen Rohstoffeinsatz, Lastplanung, Kraft-Wärme-Kopplung und Umweltverträglichkeit zu optimieren.

Dow Stade stellt vielerlei chemische Produkte her, für die Strom und Dampf nicht nur Energieträger sind, sondern auch als „Rohmaterial“ betrachtet werden müssen. Die meisten der hier erzeugten Produkte haben Wachstumspotenzial und helfen, eine bessere Zukunft zu gestalten. Epoxidharze, die in der Kombination mit Carbonfasern zu leichtgewichtigen und doch robusten Bauteilen verarbeitetet werden können (CFK) oder Polyurethane, die als Ausschäumund Isoliermaterialien vielfältig in der Bauindustrie eingesetzt werden und damit zur Energieeinsparung beitragen. Im Werk und den benachbarten Zulieferbetrieben sind etwa 2000 Mitarbeiter beschäftigt.

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