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Abwassernutzung in Petrochemiekomplex Dow nutzt kommunales Abwasser in Kühltürmen

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Kommunales Abwasser wird in einer petrochemischen Anlage von Dow zur Kühlung verwendet: Der Chemiekonzern nimmt an einem europäischen Projekt teil, das die Wasserknappheit in bestimmten Regionen mildern soll.

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Dow Water & Process Solutions beweist die Wirksamkeit der Wiederverwendung von Abwasser bei der Nutzung in Kühltürmen im Petrochemiekomplex Tarragona, Spanien. (Symbolbild Petrochemie)
Dow Water & Process Solutions beweist die Wirksamkeit der Wiederverwendung von Abwasser bei der Nutzung in Kühltürmen im Petrochemiekomplex Tarragona, Spanien. (Symbolbild Petrochemie)
(Bild: CC0 Public Domain)

Stade – Dow Water & Process Solutions, ein Geschäftszweig der Dow Chemical Company, nimmt an einem von zehn von der Europäischen Kommission finanzierten Projekten teil, mit denen die Wiederverwendung von Wasser in Europa verbessert werden sollen. Das Unternehmen ist ein wichtiger Akteur beim Projekt Demoware im petrochemischen Komplex von Camp Tarragona. Bei diesem Projekt soll bewiesen werden, wie Wasserknappheit in einer europäischen Region Europas durch die Förderung der industriellen Wasserwiederverwendung - mit Schwerpunkt auf Kühltürme - gemildert werden kann.

Das Projekt, das drei Jahre dauern wird und im Dezember 2016 beendet werden soll, wurde kürzlich beim 5. Internationalen Symposium Re-Water in Braunschweig vorgestellt. Der Fokus des Projektes liegt auf neuartigen Technologien für die Wiederverwendung von Abwasser und umfasst unter anderem die Aufbereitung von Abwasser aus den spanischen Städten Salou, Tarragona und Vilaseca in der Anlage für Fortgeschrittene Wasserrückgewinnung von Camp de Tarragona (Ctawrp, aus dem Englischen Camp de Tarragona Advanced Water Reclamation Plant), die von Veolia und Aitasa (dem staatlichen Wasserlieferanten für den petrochemischen Komplex) betrieben wird.

Kühlturm statt Meer

Die Umkehrosmose-Elemente Filmtec von Dow Water & Process Solutions wurden ausgewählt, um in der Rückgewinnungsanlage im Anschluss an den Vorbehandlungsplan von Veolia namens Actiflo installiert zu werden. Das aufbereitete Wasser wird dann an verschiedene Anlagen im Komplex umgeleitet, wo es bei den industriellen Prozessen genutzt wird, anstatt wie bisher in das Mittelmeer entsorgt zu werden.

Alexander Lane, Verkaufsdirektor EMEA bei Dow Water & Process Solutions, sagt: "Da die Wiederverwendung von Abwasser an der Spitze nachhaltiger Politik der EU-Mitglieder steht, stellt dieses Projekt einen wichtigen Meilenstein dar, um nicht nur die Effizienz der europäischen Industrie, sondern auch von kommunalen Prozessen zu verbessern. Wir sind stolz darauf, Teil einer regionalen Initiative zu sein und zu deren Erfolg beizutragen."

Da die im petrochemischen Komplex von Camp Tarragona angesiedelten Unternehmen eine konstante Versorgung mit frischem, sauberem Wasser benötigen, war es das Hauptziel von Dow Water & Process Solutions bei diesem Projekt, ein System zur Aufbereitung von Abwasser zu einer ausreichend hohen Qualität zu entwickeln, damit es in Kühltürmen verwendet werden kann. Diese Unternehmen hatten bisher 100 % Frischwasser aus dem Fluss Ebro verwendet, um ihre Wärmeabgabegeräte zu speisen.

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