Dosierwaage Dosiersystem für die richtige Mischung

Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. Johannes Friedrich / Wolfgang Geisler

Durch die Wahl der richtigen Dosiergeräte bei der Herstellung von Mischungen kann sowohl die Qualität des Endprodukts als auch der einwandfreie Ablauf des Produktionsprozesses maßgeblich beeinflusst werden. Hier wird ein Dosierwäge-System vorgestellt, das für die Anwendung am Siloauslauf abgestimmt ist.

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Abb. 1: Durch Installation des Flow-Controllers FC3von Friedrich electronic lässt sich die Effizienz beim Mischprozess bei den meisten Anlagen steigern.
Abb. 1: Durch Installation des Flow-Controllers FC3von Friedrich electronic lässt sich die Effizienz beim Mischprozess bei den meisten Anlagen steigern.
(Bild: Friedrich Electronic)

Weltweit müssen in den Betrieben der Schüttgut verarbeitenden Industrien Materialien dosiert zugewoben und weiterverarbeitet werden. Dabei werden häufig die Möglichkeiten der Leistungsregulierung am Siloauslauf unterschätzt. Nach wie vor kommen hier manuelle Schieberegler zum Einsatz, die Einstellung der Dosierleistung erfolgt per Markierung auf der Antriebsspindel.

An anderer Stelle leisten volumetrische Mess- und Mischapparate älterer Bauarten ihren Dienst. Doch beim Austausch manueller oder älterer Systeme und beim Neubau von Anlagen sollte man auch die Möglichkeiten moderner Systeme berücksichtigen.

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Die Verwendung einer volumetrischen Dosierung kann zu Fehlern und Ungenauigkeiten führen und lässt sich bei Änderungen in der Schüttdichte nur durch Eingreifen eines erfahrenen Mitarbeiters nachregulieren. Für Änderungen am Mischungsverhältnis muss das Bedienpersonal die Leistung schätzen und justieren. Verstopfungen oder das Leerlaufen des Silos werden teilweise erst mit immenser zeitlicher Verzögerung erkannt oder erfordern den Einsatz gesonderter Meldesysteme, die letztlich immer noch keine effektive Prozessüberwachung mit visualisierten Materialflüssen erlauben.

Dabei kommt gerade in den Schüttgut verarbeitenden Industrien der exakten Mischung von Komponenten wie beispielsweise Getreide oder Hülsenfrüchten eine gesteigerte Bedeutung zu, da sie für die Qualität und letztendlich auch den Erfolg eines Produktes ausschlaggebend sind.

Bei der Nutzung von Mess- und Mischapparaten ist die Dosierung zwar genauer als bei der Verwendung von Handschiebern, sie bleibt jedoch volumetrisch. Eine Überwachung bei Verstopfungen oder Leerlaufen wird auch hier nicht erreicht. Veränderungen der Parameter müssen per Hand erfolgen, Fernsteuerung und Prozessvisualisierung sind ebenfalls nicht möglich.

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