Vakuum-Prozessanlagen

Dips, Suppen oder Dressings: Wie der Schweizer Saucenspezialist seine Rezepturvielfalt bewältigt

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Die Vakuum-­Prozessanlage Typ Zoatec BG ist modular aufgebaut und so für jeden Bedarfsfall flexibel einsetzbar. Wichtig ist dies besonders hinsichtlich der umfangreichen Produktvariationen, die Gautschi produziert. Hauptbestandteile der Anlagen sind die jeweils 400 Liter fassenden Mischbehälter. Sie besitzen einen Doppelmantel zum indirekten Kühlen und Heizen. Die Mischbehälter stehen auf nur vier Maschinenfüßen, darin integrierte Wiegezellen sichern höchste Auswertungsgenauigkeit.

Hauptbestandteil der Vakuum-Prozessanlagen bei Gautschi ist das modulare Rührwerk. Dieses ist kombiniert mit zwei beweglichen Strömungsbrechern und einem Frequenzumrichter für eine optimale Anpassung der Mischgeschwindigkeit an die Produkteigenschaften. Die PTFE-Abstreifplatten sind ohne zusätzliche Befestigungselemente über einen passgenauen Formschluss am Rührwerk angebracht. Dies vermeidet ein Überhitzen des Produktes beim Heizen sowie beim Abkühlen das Auskristallisieren an der Behälterinnenwand. Geringe Wandabstände und bis zum Deckel hochgezogene Abstreifelemente verhindern zudem ein Anbacken und Ankleben des Produkts an der Behälterwand. So ist ein sicherer Prozess ohne manuellen Eingriff gewährleistet.

Zusätzlich sind im Mischerdeckel Sprühdüsen installiert, die eine rückstandsfreie CIP Reinigung ohne manuelle Hilfe ermöglichen. Sie werden über den Homogenisator mit einem Druck von 2 bis 3 bar und einer Strömungsgeschwindigkeit größer 2 m/s gespeist. Somit ist keine zusätzliche Druckerhöhungspumpe für die Reinigung erforderlich.

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Der Homogenisator – Herzstück der Anlage

Eine gleichbleibend stabile Struktur der Produkte und eine gute Fließfähigkeit ermöglicht der Azo Liquids-Homogenisator, der mit vom Antrieb weg gerichtetem Produktstrom arbeitet. Für das schonende Einmischen stückiger Güter ist es möglich vom Dispergiermodus in den Pumpmodus umzuschalten. Besonders bei der Herstellung von Fertigsuppen, in die ganze Teigwaren in Chargengrößen von 400 Kilogramm gemischt werden, beweist der Homogenisator hier seine Stärke.

„Dank des sehr guten Wirkungsgrades der frequenzgesteuerten Inline Homogenisatoren von 600 U/min bis 3000 U/min erreichen wir für jedes Produkt die von unseren Kunden gewünschte Qualität“, beschreibt Urs Bütikofer die Vorteile der Anlage. So werden im Werk täglich 18 Tonnen produziert, aufgeteilt in Chargen von 180 bis 400 Kilogramm und mit Produktionszeiten von zehn Minuten bis zu einer Stunde. „Dank der Anlagen von Azo Liquids konnten wir die Laufzeiten gemessen an der Batchgröße um circa 30 Prozent verkürzen“, fasst der Produktionsleiter zusammen.

Geschickt kombiniert für Heiß-Kalt-Verfahren

„Vor dem Ziel einer Verkürzung der Prozesszeiten war uns zudem wichtig, dass die Anlagen je nach Prozessanforderungen kombinierbar sind“, ergänzt Urs Bütikofer. Die Lösung: Eine Produkttransferleitung stellt die physikalische Verbindung zwischen zwei Vakuum-Prozessanlagen her. Vorlagenbehälter geben die Rohstoffe in Form von Pulver, Cremes oder Flüssigkeiten zu, das Entleeren geschieht über ein speziell entwickeltes Entleerventil. Eine solche Kombination zweier Anlagen ist insbesondere bei Heiß-Verfahren interessant. Denn die Verbindung zweier Anlagen minimiert den durch die erforderliche Abkühlzeit entstehenden Zeitverlust enorm.

Während im zweiten Behälter die erste Charge schonend heruntergekühlt wird, kann man im ersten Behälter bereits eine neue Charge produzieren. „Unsere Vakuum-Prozessanlagen Typ Zoatec BG laufen ohne Probleme, fünf Tage die Woche“, so Urs Bütikofer. Und der Produktionsleiter ist sich sicher: „Sollte einmal etwas sein, steht uns das Serviceteam von Azo Liquids zur Seite“. Kein Wunder also, dass Gautschi auch bei der erneuten Erweiterung seiner Produktionskapazität im Herbst 2017 die fünfte Prozessanlage von Azo Liquids installieren wird.

* Der Autor ist Leiter Vertrieb und Marketing bei Azo Liquids, Neuenburg am Rhein.

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