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Digital Plant

Digital Plant – IT-Tools für den digitalen Workflow

| Redakteur: Anke Geipel-Kern

State-of-the-Art-Lösungen im Bereich der Anlagenplanungs-Werkzeuge entwickeln sich seit Jahren in eine Richtung: Der Fokus liegt auf der Integration des gesamten Engineering-Prozesses – Stichwort Digital Plant. PROCESS stellt in der Praxis bewährte Lösungen vor.

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Bei der Projektierung von Anlagen ist das Management von Informationen ein Schlüsselfaktor für den Erfolg. (Bayer Technology Services)
Bei der Projektierung von Anlagen ist das Management von Informationen ein Schlüsselfaktor für den Erfolg. (Bayer Technology Services)

Hinter der Idee der Digital Plant steht der Wunsch, das komplette Abbild der gesamten Produktionsanlage als dreidimensionales Planungsmodell bereitzustellen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Per Simulation im Computer kann der Ingenieur schon vor Baubeginn diverse Varianten des Anlagen-Designs durchspielen und optimieren. Die Anlage kann sehr viel rascher als bislang gebaut, das neue Produkt schneller am Markt angeboten werden – ein deutlicher Wettbewerbsvorteil, gerade für die Pharmaindustrie. Die Durchgängigkeit der Daten (der Workflow) ist bei der Digital Plant elementar. Denn ein durchgängiges Datenmanagement verspricht eine hohe Effizienz, insbesondere beim in der Praxis üblichen verteilten Engineering. Dazu stehen dem Anlagenplaner heute immer raffiniertere Simulations-Werkzeuge, leistungsfähige Engineering-Tools und intelligente 3D-CAD/CAE-Systeme zur Verfügung.

Beispielsweise das Electrical Computer Aided Engineering (ECAE)-System Engineering Base (EB) von Aucotec: Viele Daten der Automatisierungs- und E-Technik korrespondieren mit denen anderer Disziplinen. So findet man den im ECAE verdrahteten Motor auch im 3D-CAD der Mechanik. Aufgrund seiner Datenbank kann EB alle Projektinhalte und auch die Daten korrespondierender Systeme wie 3D-CAD aufnehmen und verknüpfen. Das ist die Voraussetzung für simultane Kooperation und schnelle Navigation – auch interdisziplinär. Alle Informationen eines Projekts stehen in EB zusammengefasst und intelligent vernetzt zur parallelen Bearbeitung bereit. Auf dieselbe Art überwindet das Tool als Kooperationsbasis für das Engineering die Grenzen zwischen Maschinenbau, Prozessleittechnik, Leitungsstrangplanung und Energieverteilung.

Das sieht auch die österreichische Kanzler Verfahrenstechnik (VT) so: „Anstatt mehrere Programme anschaffen zu müssen, finde ich in EB nahezu alle Funktionen vor, die für eine effektive Planung in der Verfahrenstechnik notwendig sind“, sagt Gunter Hadwiger, Abteilungsleiter EMSR bei Kanzler.

Management von Informationen

Bei der Projektierung von Anlagen sei das Management von Informationen ein Schlüsselfaktor für den Erfolg, betont auch Bayer Technology Services (BTS). Das von BTS entwickelte Software-Tool Process and Engineering Data Warehouse (PEDW) ist deshalb insbesondere für den reibungslosen Datenaustausch konzipiert und verspricht einen effizienten, fehlerfreien Datenaustausch zwischen den spezialisierten Tools der verschiedenen Ingenieurbereiche und Gewerke.

Aveva unterstreicht ebenfalls die Bedeutung des digitalen Workflows: Beim Anlagenbau müssten extrem viele Informationen verarbeitet werden, die im Verlauf eines langwierigen, gemeinsamen Workflows zu sammeln sind. Die Lösung: Plant ist ein Paket aus integrierten Lösungen und Engineering-Anwendungen, das mit offenen und flexiblen Lifecycle-Management-Lösungen kombiniert ist. Der Anbieter ist davon überzeugt, dass Plant das schnellste, produktivste und risikoärmste Tool-Set für den Entwurf, den Bau und den Betrieb von Anlagen jeder Größe und Komplexität bietet.

In jeder Produktionshalle spielt die Fördertechnik eine zentrale Rolle. Die richtige Auslegung ist entscheidend für die Effektivität einer Produktionsanlage. „Bei der Layout-Planung müssen in kürzester Zeit mehrere Verkettungs-Varianten vergleichbar gegenübergestellt werden. Für eine möglichst realistische Darstellung und für eine verlässliche Machbarkeitsanalyse setzen wir seit fast einem Jahrzehnt auf das Fördertechnik-Modul der VenturisIT. Damit ist es möglich, unseren Kunden eine ansprechende 3D-Planung und Visualisierung in der vorgegebenen Zeit zu attraktiven Konditionen anzubieten. Oft werden die aufbereiteten Fördertechnik- und Anlagen-Layouts bereits in der entscheidenden Akquisitions-Phase direkt beim Endkunden präsentiert“, so Matthias Kellermann vom Ingenieurbüro Angele.Plan. Welche Zeitersparnis bietet die Arbeit mit dem Modul? Das hänge natürlich von der Art der Anlage ab, so Kellermann – beispielsweise beim Layout einer Elektrohängebahn spare das Modul etwa 50 Prozent der Planungszeit.

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